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HWK Münster meldet für 2021 leicht steigende Zahl neuer Lehrverträge

Viele Ausbildungsplätze im Handwerk bleiben frei

Münster

Sogar im Corona-Jahr 2021 gab es zu wenige Bewerber um eine Lehrstelle im Handwerk. Dennoch konnte die Zahl der neuen Ausbildungsverträge gesteigert werden – auch im Münsterland.

Von Jürgen Stilling

Im Handwerk werden händeringend Auszubildende gesucht. Foto: dpa

Trotz eines Mangels an geeigneten Bewerbern ist es den Handwerksbetrieben im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region gelungen, 2021 die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um drei Prozent auf 5252 zu erhöhen.

Das meldete am Freitag die Handwerkskammer (HWK) Münster. Zusätzlich hätten 120 Jugendliche mit einer Einstiegsqualifizierung begonnen, hieß es weiter.

Einstellungsflaute in großen Städten

„Es gab noch mehr offene Ausbildungsplätze, die aber nicht alle besetzt werden konnten“, betonte HWK-Präsident Hans Hund. Allein in der Online-Lehrstellenbörse der HWK standen am Jahresende noch 175 Angebote für 2021. Für 2022 bieten die Handwerksbetriebe des Kammerbezirks aktuell dort sogar 280 offene Ausbildungsplätze an, 65 mehr als zum Vorjahresstichtag.

Doch Hund ist sicher: Die tatsächliche Zahl unbesetzt gebliebener Stellen liege deutlich höher, da viele Betriebe anderweitig Berufsnachwuchs suchten statt über die Handwerkskammer.

Von den neuen Auszubildenden aus über 100 Handwerksberufen kommen aus den Kreisen Borken 1136 (plus sechs Prozent), Coesfeld 525 (plus sieben Prozent), Steinfurt 969 (plus ein Prozent), Warendorf 526 (plus vier Prozent) und Recklinghausen 994 (plus vier Prozent). In den großen Städten des Kammerbezirks gab es eher eine Einstellungsflaute: In Münster sank die Zahl der Lehrverträge um ein Prozent auf 571, in Bottrop um zwei Prozent auf 172. In Gelsenkirchen stagnierte sie bei 359.

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