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Tempo 30 wird oftmals nicht beachtet

Viele Autofahrer fahren auf Fahrradstraßen zu schnell

Münster

In der Verwaltung sind vermehrt Hinweise eingegangen, wonach Pkw auf Fahrradstraßen zu schnell fahren. Nun soll das Verkehrsverhalten stärker beobachtet werden, berichtet die Stadt.

wn

Phillip Oeinck (l.) und Stefan Pliquett vom Amt für Mobilität bringen Tempo-30-Hinweisschilder an. Foto: Stadt Münster

Seit dem Sommer sind der Lütkenbecker Weg und der Lindberghweg Fahrradstraßen. Im Zuge der Baumaßnahmen, bei denen roter Asphalt und Fahrrad-Symbole auf den Straßen aufgebracht wurden, sind die Fahrbahnschwellen zur Komfortsteigerung der Radfahrer entfernt worden.

Seitdem gibt es aus der Bevölkerung vermehrt Hinweise, dass es zu Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Autos kommt, teilt die Stadt in einer Mitteilung mit. Auf einer Fahrradstraße ist maximal Tempo 30 erlaubt. Autofahrer müssen sich an die Geschwindigkeit der Radler anpassen und gegebenenfalls langsamer als 30 Stundenkilometer fahren.

Die Rückmeldungen der Anwohner werden von der Verwaltung laut eigener Aussage sehr ernst genommen: „Wir beobachten die Situation vor Ort genau“, erklärt Gerhard Rüller, Leiter der Abteilung Planung Verkehrsinfrastruktur im Amt für Mobilität und Tiefbau. Er ist für Hinweise dankbar: „Die Alltagserfahrungen vor Ort helfen uns ungemein, die Situation richtig einzuschätzen“.

Nun soll das Verkehrsverhalten an den betroffenen Straßen im engen Austausch mit Polizei und Ordnungsamt beobachtet werden. Über sogenannte Dialogdisplays sollen die Autofahrer darauf hingewiesen werden, wie schnell sie fahren, zudem soll die Geschwindigkeit durch Radarkontrollen gemessen werden.

„Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zwar in einem annehmbaren, aber noch nicht dem gewünschten Bereich. Deshalb weisen wir weiterhin regelmäßig auf die für Fahrradstraßen geltenden Verkehrsregeln hin“, sagt Stefan Pliquett, Planer im Amt für Mobilität und Tiefbau über die ersten Messergebnisse.

So werden zusätzlich an den betroffenen Fahrradstraßen Plakate angebracht, die auf die Verkehrsregel „Tempo 30“ aufmerksam machen. Sie orientieren sich am Design der bereits vorhandenen „Autos zu Gast“-Banner. „Die Botschaft ist so simpel wie notwendig: Die durchschnittliche Kfz-Geschwindigkeit muss weiter sinken. Wir wählen bei der Kampagne bewusst eine legere und entspannte und auf Verständnis setzende Sprache – ohne erhobenen Zeigefinger“, wirbt Phillip Oeinck vom Fahrradbüro im Amt für Mobilität und Tiefbau für Tempo 30 auf Fahrradstraßen.

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