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Missbrauchsfall Münster

Viele Chats und Fingerabdrücke im Prozess gegen Adrian V.

Münster

Was wusste die Mutter von den Missbrauchstaten ihres Sohnes Adrian V.? Das versuchte das Landgericht Münster am Dienstag weiter zu erhellen. Der Blick richtete sich dabei vor allem auf Chatnachrichten zwischen ihr und ihrem Sohn.

Dirk Anger

Der Hauptbeschuldigte im Missbrauchskomplex Münster, Adrian V., verdeckt neben seinem Verteidiger Dr. Winfried Rath (l.) sein Gesicht. Foto: Dirk Anger

Mehr als 6000 Chat-Nachrichten auf einem iPhone von Adrian V,. der sich mit drei weiteren Männern wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht Münster verantworten muss, hat die 29-jährige Polizeivollzugsbeamtin aus Bergisch Gladbach nach eigenen Angaben ausgewertet. Darunter findet sich ein reger Austausch zwischen Adrian V. und seiner Mutter, die in dem selben Prozess wegen Beihilfe zum Missbrauch angeklagt ist. Sie soll den Männern ihre Gartenlaube in Münsters Norden überlassen haben, wo es am letzten April-Wochenende 2020 zu schlimmsten Missbrauchshandlungen an zwei Jungen gekommen ist.

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