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Frauke Petry spricht vor 100 Anhängern

Viele Stühle bleiben frei

Münster

Es ist schon 18 Uhr, als die schwangere AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry ans Mikrofon gelassen wird. Zu diesem Zeitpunkt sind die Demonstranten draußen vor dem Stein-Gymnasium längst verschwunden.

Klaus Baumeister

Ihre Parteifreunde hatten schon zwei Stunden gesprochen, als Frauke Petry ans Mikrofon ging. Foto: Oliver Werner

Auch im Saal selbst ist eine gewisse Müdigkeit zu spüren. Eine geschlagene Stunde hat der AfD-Landesvorsitzende und Petry-Ehemann Marcus Pretzell zuvor zu den rund 100 Zuhörern in der mäßig besetzten Aula gesprochen. Auch die münsterischen AfD-Kandidaten Holger Lucius und Michael Jahn stehen auf der Rednerliste noch vor der Chefin.

Frauke Petry macht prompt das, was bei Partei-Anhängern immer gut ankommt. Sie kritisiert die anderen. Sie kritisiert die Schüler des Stein-Gymnasiums, die sich einer konstruktiven Auseinandersetzung mit der AfD verweigert hätten. Sie kritisiert ihre politischen Gegner, die Unwahrheiten über die AfD verbreiten würden – etwa die, dass die AfD die Unternehmensbesteuerung und die Religionsfreiheit abschaffen wolle.

Vor allem aber kritisiert sie die Polizei, die der AfD „nicht ausreichend geholfen“ habe, um die Veranstaltung in Gievenbeck etwas größer aufzuziehen.

Sie greift damit ein Thema auf, das auch Pretzell bereits angesprochen hat. Er begründet die schwache Resonanz bei der Wahlkampfveranstaltung damit, dass die Polizei potenzielle Besucher nicht geschützt habe.

Bei Frauke Petry macht die Polizei derweil alles, um eine Konfrontation mit den Demonstranten zu vermeiden. Sie wird über einen Hintereingang in die Aula des Gymnasiums gebracht.

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