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50 Jahre bischöfliche Friedensschule

Vision wird zum Erfolgskonzept

Münster

Wow. 50 Jahre ist sie jetzt alt. Die Friedensschule in Münster. Damals war die Gesamtschule im konservativen Münster umstritten. Lang ist es her. Jetzt wurde gefeiert.

wn

Gut gefüllt war die Aula der Friedensschule bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Schule. Foto: Hans Heqemann

In einer umwerfenden Show feierte die bischöfliche Friedensschule jetzt sich selbst und 50 Jahre Gesamtschule in Münster. Kein rührseliger Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte und die vielen Schülergenerationen, die die Friedensschule mittlerweile durchlaufen haben – stattdessen gab es einen quicklebendigen Einblick in den Alltag und die Potenziale einer der größten Schulen der Region.

Gefeiert wurde unter dem Titel „Visions and Sounds“ in der gut gefüllten Aula der Schule. „Fast zwei Jahre Vorbereitungszeit, über 200 Musiker, bestaunenswerte Videos mit cineastischem Anspruch und ein bestens aufgelegtes Moderatorentrio sorgten für ein Programm der Superlative“, teilt die Schule mit.

Ein riesiger Klangkörper

Die noch jüngst vom WDR prämierte Big Band der Schule konzertierte gemeinsam mit dem Sinfonieorchester und dem Elsch-Chor – einem Riesenklangkörper aus Müttern, Vätern, Ehemaligen, Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern. Die Anfänge der Friedensschule Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts verliefen alles andere als reibungslos.

Im einst eher konservativen Münster stand man einer vermeintlich „linken“ Idee der Gesamtschule sehr skeptisch gegenüber. Immerhin kam die Initiative aus dem Hause des damaligen Bischofs Joseph Höffner und wurde von seinem Nachfolger Heinrich Tenhumberg 1969 realisiert. Die Schule verstand sich von Anfang an als eine Reformschule für das Münsterland.

Dritte Renovierung läuft

Alle Kinder sollten hier bestmöglich gefördert und zu dem für sie passenden Schulabschluss begleitet werden. Das neue Schulgebäude befand sich damals weit außerhalb der Innenstadt am Rande der Aa­wiesen. Die Gebäude wurden in Skelettbauweise errichtet und sollten multifunktional allen Veränderungen in der Zukunft standhalten.

Tatsächlich erfolgt gerade die dritte Renovierung und energetische Sanierung. Mittlerweile ist die Schule umschlossen von Wohngebieten, Verwaltungsgebäuden und dem Bildungszentrum der Handwerkskammer, mit dem eine enge Kooperation gepflegt wird.

Am Ende der Feier hatte Schuldirektor Ulrich Bertram Mühe, sich gegen den starken Beifall Gehör zu verschaffen: „Vor vielen Jahren hat mal ein Bundeskanzler gesagt, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Solche Visionen wie heute Abend lasse ich mir gerne noch einmal verschreiben.“

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