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Double Petra Schwar

Von Andrea zu Helene

Münster

Die Münsteranerin Petra Schwar doubelt die Schlagersängerinnen Helene Fischer und Andrea Berg mit Leib und Seele. So gut, dass sie dafür am Samstag einen Preis gewinnen könnte.

Sandra Peter

Wenn Petra Schwar über die Schlagersängerinnen Helene Fischer und Andrea Berg spricht, dann klingt das, als erzähle sie von zwei sehr guten, langjährigen Freundinnen. „Andrea“, sie nennt sie nur beim Vornamen, sei eine ganz außergewöhnliche Frau, „Helene“ ein wahnsinniges Energiebündel. Dass die Münsteranerin die beiden Stars kennt und schätzt, ist kein Wunder: Andrea Berg hat sie schon einmal getroffen, doch vor allem steht Petra Schwar zigmal im Jahr als eine der beiden auf der Bühne. Doch sie ist nicht nur Double, sondern längst auch Bewunderin und großer Fan. Und heute Abend vielleicht schon Preisträgerin, denn: Die Münsteranerin ist sowohl als Helene-Fischer- als auch als Andrea-Berg-Double in drei Kategorien für den Deutschen Rock- und Pop-Preis 2014 nominiert, der am Samstag in der Siegerlandhalle in Siegen verliehen wird.

Petra Schwar

Es wäre das erste Mal, dass sie für einen Preis nominiert ist, doch auf der Bühne steht Petra Schwar schon seit Jahrzehnten. Vor vier Jahren begann sie, Andrea Berg zu doubeln. Ein halbes Jahr liegt ihr erster Auftritt als Helene Fischer zurück. „Man kann eine Andrea oder eine Helene nicht ersetzen“, sagt sie, „das ist auch nicht meine Absicht.“ Die Geschäfte laufen gut: Die Sängerinnen, vor allem Fischer, sind angesagt, doch das Original kann sich kaum jemand leisten. Es trudeln fast täglich Anfragen bei Petra Schwar ein. Sie singt auf Schützenfesten, im Karneval, bei Hochzeiten, Jubiläen, Partys. Wie sie auf Andrea Berg kam? „Es musste eine Sängerin sein, die jeder kennt, die erfolgreich ist, und deren Lieder jeder mitsingen kann“, sagt Schwar, die sich bemüht, den Originalen möglichst nah zu kommen: Sie kennt die Gesten, die Mimik, die Bühnenoutfits, natürlich die Texte der Schlagerstars und übte monatelang, bevor sie das erste Mal als eine der beiden auf der Bühne stand. Wenn sich die blonde Petra Schwar in Andrea Berg verwandelt, kommt sie an einer Perücke nicht vorbei – mit Helene Fischer hat sie Frisur und Haarfarbe von Natur aus gemein.

Preisverleihung in Siegen

Bei der Preisverleihung am heutigen Samstag wird sie sich zwischen den Auftritten von der einen in die andere Sängerin verwandeln müssen. Als Andrea Berg singt sie „Das kann kein Zufall sein“, als Helene Fischer deren Song „Phänomen“. Verwandeln, das heißt nicht nur, das Bühnenoutfit zuwechseln, sondern auch zu verinnerlichen, wie unterschiedlich sich die Sängerinnen auf der Bühne bewegen, was sie ausstrahlen. „Helene zum Beispiel macht auf der Bühne sehr viele, sehr zackige Bewegungen und kostet den Raum mehr aus.“ Es sei nur ein Gefühl, „aber ich glaube, die Lieder von Helene passen etwas besser zu mir“, sagt Schwar, die den Schlager in jüngster Zeit erst richtig lieben gelernt hat.

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