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Breites Angebot bei „Münster Mittendrin“

Von bodenfestem Handwerk bis zu künstlicher Intelligenz

Münster

Das Angebot beim Stadtfest „Münster Mittendrin“ ist breit – und abwechslungsreich. Das Handwerk stellt sich vor, aber auch künstliche Intelligenz lockt viele Besucher an. Und auch für ernste Themen ist Platz.

Martin Kalitschke

Künstliche Intelligenz begrüßt die Besucher im „Toyota Mobility Loft“ auf der Stubengasse. Das Männchen hört auf den Namen „Kirobo“. Foto: kal

Evolet sieht nicht nur so ähnlich aus wie Klimaaktivistin Greta Thunberg – sie hat nun auch (fast) die gleiche Frisur. Lydia Gossen hat sie am Stadtfest-Stand des Handwerks geflochten. „Solche Haare wollen zurzeit viele junge Mädchen haben“, sagt die Friseurmeisterin. Die sechsjährige Evolet ist mit ihrer Arbeit so zufrieden, dass sie der Friseurin einen dicken Kuss auf die Wange drückt. „Das macht richtig Spaß hier“, freut sich Lydia Gossen.

Während im Schatten der Lambertikirche eine Sechsjährige einfach nur glücklich ist, kommunizieren auf der Stubengasse Stadtfest-Besucher mit künstlicher Intelligenz: „Kirobo“ heißt das Männchen, das im „Toyota Mobility Loft“ auf eine Glasscheibe projiziert wird. Die Spielerei soll die Aufmerksamkeit auf die neuesten technischen Errungenschaften der Automarke ziehen. „Hier kann man Zukunft erleben“, sagt ein Mitarbeiter.

Friseurmeisterin Lydia Gossen hat am Stand des Handwerks Evolet (6) die Wunschfrisur gelegt. Foto: kal

Bodenständiges Handwerk und virtuelle Realität – die Bandbreite ist groß bei „Münster Mittendrin“. Am Preußen-Stand entwickelt sich das neue Trikot zum Verkaufsschlager, auf der anderen Straßenseite wirbt die städtische Kampagne „Voll ist out“ für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Immerhin: „Das ist hier deutlich weniger ein Problem als bei anderen Großveranstaltungen“, sagt Carolin Brüning.

Künstliche Intelligenz steht auch am Stand der münsterischen IT-Beratung „Codecentric“ im Mittelpunkt. Stadtfest-Besucher hüpfen, virtuelle Männchen machen die Bewegungen auf einem Bildschirm nach. „Wir wollen die Leute spielerisch an das Thema heranführen – und natürlich unser Unternehmen bekannter machen“, sagt Mitarbeiterin Johanna Nolte.

Am Stand der Maler und Lackierer können die jüngsten Stadtfest-Besucher Stofftaschen bemalen. Foto: kal

Der Rathaus-Innenhof gehört den jüngsten Besuchern, die LVM hat hier eine Kinder-Erlebniswelt aufgebaut. Mit dabei: die Volleyballerinnen des USC. „Klasse“, schwärmt Neuzugang Barbara Wezorke. „Die Kinder kommen auf uns zu, wir müssen sie gar nicht erst ansprechen.“

Auch für ernste Themen ist Platz auf dem Stadtfest. Vor Kaufhof stellt der Arbeiter-Samariter-Bund den „Wünschewagen“ vor, der Wünsche von Schwerkranken mit begrenzter Lebenszeit wahr werden lässt. „Viele sprechen uns an, wollen mehr über unser Angebot wissen“, sagen die ehrenamtlichen ASB-Mitarbeiterinnen Mirjam Gebert und Wilma Kötter.

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