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Warnsignale für psychische Erkrankungen

Von Hormonen bis Corona

Münster

Der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter ist eine Phase hoher Verletzlichkeit. Und das nicht nur wegen Corona, wie Oberarzt Werner Terhaar beim nächsten „Alex Talk“ am Dienstag (27. April) erläutern wird.

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Corona und andere psychische Herausforderungen für Heranwachsende nimmt Oberarzt Werner Terhaar von der Alexianer-Don-Bosco-Klinik beim nächsten digitalen „Alex Talk“ am 27. April um 18 Uhr in den Blick. Foto: Alexianer

Rausgehen, Grenzen testen, sich erproben und das eigene „Ich“ entdecken: Die Reise in die Welt der Erwachsenen ist für Heranwachsende in jeder Hinsicht voll spannender, prägender und in der Regel auch vieler positiver Erfahrungen. Ob körperlich, hormonell oder psychisch – in dieser Zeit passiert so viel. Und im Idealfall weiß man am Ende dieser aufregenden Lebensphase schon ziemlich genau, wer man ist und wo man hinsteuern möchte.

Doch nicht immer läuft in dieser Entwicklungszeit alles so glatt. „Der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter ist eine Phase hoher Verletzbarkeit“, erläutert Werner Terhaar, Oberarzt der Alexianer-Don-Bosco-Klinik und Tagesklinik für Kinder-, Jugend- und Adoleszenzpsychiatrie. Emotionale Störungen, depressive Phasen, Essstörungen oder auch Angsterkrankungen: Manchmal könne in dieser Entwicklungszeit die ganze Bandbreite von psychischen Erkrankungen auftreten, aber eben auch nur vorübergehend.

Warnsignale für krankhafte Veränderungen

Unter dem Titel „Erwachsen werden ist nicht einfach . . .“ wird der Alexianer-Experte beim nächsten digitalen „Alex Talk“ und Livestream am Dienstag (27. April) um 18 Uhr im Gespräch mit Stefan Werding, Redakteur dieser Zeitung, auf die Herausforderungen für Heranwachsende eingehen. Und dabei auch die Warnsignale für krankhafte Veränderungen sowie die aktuell erschwerten Bedingungen in der Coronazeit aufzeigen, wie es in einer Ankündigung heißt.

„Gesteigertes Risikoverhalten, rätselhafte Rückzüge, Leistungsexplosion oder -verweigerung, Abschottung ge­genüber dem Vertrauten oder unkontrolliert erscheinendes Einlassen auf Unbekanntes – all das kann vorkommen“, skizziert der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie diese sensible Altersspanne.

Phase voller Rätsel und Verunsicherung

Für die Jugendlichen selbst wie auch für ihr Umfeld sei diese Phase oft voller Rätsel und berge massive Verunsicherungen: „Ich kenn’ Dich zwar nicht, aber ich wasch’ Dich trotzdem“, habe einer seiner Patienten sein Erleben beim morgendlichen Blick in den Spiegel mal treffend auf den Punkt gebracht.

Und dann komme in dieser anspruchsvollen Entwicklungsphase auch noch das Thema Corona hinzu: „Corona macht gerade dieser Altersgruppe stark zu schaffen“, unterstreicht Terhaar. Kein Rausgehen, keine Planbarkeit, uneingeschränkter Druck in der Schule oder beim Studium und vor allem die eingeschränkten sozialen Kontakte – „dabei sind die für eine positive Bewältigungder Entwicklungsschritte doch so essenziell“, sieht der Experte eine Gefahr.

Anmeldungen zum kostenlosen Vortrag sind nicht erforderlich. Den Zugang zum Vortrag (ab 17.45 Uhr) sowie die Möglichkeit für eigene Fragen finden Interessierte unter:

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