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„Wildlife Photographer of the Year“

Von Schönheit und Zerbrechlichkeit

Münster

Beim Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“ sind wieder spektakuläre Bilder prämiert worden. Was in NRW wieder exklusiv im Westfälischen Pferdemuseum ausgestellt wird, soll aber nicht nur begeistern, sondern vor allem zum Nachdenken anregen.

Von Helmut P. Etzkorn

Museumsdirektorin Sybill Ebers stellte am Donnerstag im Pferdemuseum die prämierten Bilder des internationalen Wettbewerbs „Wildlife Photographer of the Year“ vor. Insgesamt hatte die Jury die Qual der Wahl aus mehr als 50 000 Einsendungen. Die eindrucksvollen Bilder werden exklusiv für NRW nur im Museum im Zoo gezeigt. Foto: hpe

Diese eindrucksvolle Bilderschau ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Museumslandschaft Nordrhein-Westfalens: Zum zehnten Mal in Folge präsentiert das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo die Siegerbilder des internationalen Wettbewerbs „Wildlife Photographer of the Year“.

Unter den 50.490 Einsendungen von Profi- und Amateurfotografen aus 95 Ländern hat eine hochkarätig besetzte Jury die besten 100 Exponate ausgesucht, sie sind bis zum 3. April exklusiv im Pferdemuseum zu sehen.

Fragwürdigen Umgang mit der Natur dokumentiert

„Dokumentiert wird nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch der fragwürdige Umgang des Menschen mit ihr. Dazu gehören auch der Klimawandel, die zunehmende Umweltverschmutzung und der illegale Wildtierhandel“, so Museumsdirektorin Sybill Ebers.

Zackenbarsche beim Laichen vor dem Pazifik-Atoll Fakarava als „Foto des Jahres“ begeistern ebenso wie das farbenfrohe Bild „Kreation in Seide“ eines Zehnjährigen aus Indien. „Der Fokus ist genau richtig, die Reißzähne der Spinne sind ebenso wie das verrückte Gewebe der Falle mit Fäden wie in einem zarten Nervennetz dargestellt“, so Ebers. Die ganze „Spinnerei“ präsentiert sich dann sehr kreativ vor der Kulisse einer Rikscha in leuchtenden Farben.

Ozeane erstmals als Kategorie dabei

Erstmals sind auch Bilder in der Kategorie „Bedrohte Erde – Ozeane und Feuchtgebiete“ zu sehen. „Die Jury wählt Motive aus, die zum Staunen und Nachdenken anregen. Ideenreichtum und künstlerisches Geschick sind entscheidend“, sagt Ebers.

Alle Tiermotive müssen in freier Wildbahn „geschossen“ worden sein, eine Manipulation ist abgesehen von der Kameraeinstellung und einer begrenzten Digitalnachbearbeitung tabu, wenn man überhaupt mit dem Beitrag in die engere Wahl der Jury kommen möchte.

Vorträge, Workshops und ein Bildband

Begleitend zur Ausstellung wird es am 13. Januar einen Fotovortrag mit Florian und Lisa Marie Smit zum Thema „Borneo – Überreste eines Paradieses“ geben.

Am 8. Februar ist eine exklusive Abendführung durch die Ausstellung mit dem Naturfotografen Michael Lohmann geplant. Für alle, die selbst ihre Fähigkeiten an und mit der Kamera weiterentwickeln möchten, gibt es Ende März und Anfang April jeweils zweitägige Fotoworkshops. Im Zoo werden die Kursteilnehmer die Chance bekommen, „aussagestarke und berührende Bilder zu erschaffen“, so das Pferdemuseum in seiner Einladung an alle Hobbyfotografen.

In einem Bildband werden die 100 prämierten Fotos mit Texten vorgestellt. Ebers: „Meisterhafte Beispiele, die unseren Planeten in seiner ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit zeigen.“ Das Museum ist täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.

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