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Aktion „Gutes Morgen Münster“

Von wegen Sandkastenspiele

Münster

Die Aktion „Gutes Morgen Münster“ beleuchtet nachahmenswerte Projekte. So zum Beispiel das der Unternehmer Wilhelm und Gabriele Weischer von der Firma Baby One. Ihre Mitarbeiter haben einen Spielplatz in Handorf gebaut.

Klaus Baumeister

Dieses Spielplatzmodell haben Gabriele und Wilhelm Weischer vom Vinzenzwerk in Handorf geschenkt bekommen. Es steht in der Baby-One-Zentrale auf der Loddenheide. Foto: kb

Teambildung und Teamentwicklung steht bei vielen Firmen ganz hoch im Kurs, so auch bei dem in Münster ansässigen Franchise-Unternehmen Baby One.

Doch statt sich auf pädagogische Sandkastenspiele einzulassen, orderte das Unternehmer-Ehepaar Gabriele und Wilhelm Weischer echten Sand. Mit anderen Worten: 30 Baby-One-Mitarbeiter bauten auf dem Gelände des Vinzenzwerkes in Handorf einen Spielplatz – mit allem, was dazu gehört: Klettertürme, Wackelbalken und Hängematte.

„Nach dreieinhalb Tagen bekamen wir die TÜV-Abnahme“, berichtet Gabriele Weischer stolz von der Mannschaftsleistung. Auch wenn die Aktion bereits einige Monate zurückliege, „so ist sie immer noch Thema hier im Hause“.

Für Baby One war es eine grandiose Erfahrung, für die Kinder in den Sozialeinrichtungen des Vinzenzwerkes ein unerwartetes Geschenk – und für die Zukunft Münsters eine Bereicherung. Auf jeden Fall gehört der Spielplatzbau der Baby-One-Mitarbeiter zu den Vorzeigeprojekten, die im Rahmen der Aktion „Gutes Morgen Münster“ öffentlich vorgestellt werden. Die Aktion, unter anderem getragen von unserer Zeitung, sucht viele solcher Initiativen und Projekte, die Münster ein Stück lebenswerter machen.

Als Wilhelm Weischer die Teamentwicklungs-Maßnahme vorbereitete, stieß er auf das Angebot der Firma Alea-Consult in Marburg. Sechs geschulte Alea-Mitarbeiter leiteten den Spielplatzbau.

Die Buchstaben Alea stehen übrigens für „Anders lernen durch Erfahrung und Abenteuer“. Für Gabriele Weischer steht außer Frage, dass sich die Erfahrungen, Bäume zu schälen, Stämme zu schleifen und Löcher zu bohren, grundlegend vom Büroalltag in der Baby-One-Zentrale unterscheiden. „Manchen Mitarbeiter habe ich bei der Aktion neu kennengelernt.“

Natürlich war die Aktion nicht ganz billig. Zu den Kosten für den Alea-Einsatz kam das Material. Ganz abgesehen davon gingen 30 Mitarbeiter für einige Tage nicht ihrer eigentlichen Arbeit nach.

Sei es drum: „Es hat sich gelohnt“, freut sich Wilhelm Weischer, zumal sich sein Unternehmern in Handorf viele Freunde gemacht hat.

2003 verlegte das in Werne lebende Unternehmer-Ehepaar die zuvor in Siegen angesiedelte Zentrale nach Münster. Die Babyfachmarkt-Kette hat inzwischen bundesweit 86 Verkaufsstätten.

Bei der Standortentscheidung spielten nicht zuletzt die positiven Erinnerungen an die Studienzeit in Münster eine Rolle. Bereut haben die Weischers ihre Entscheidung nicht. Und jetzt, nach dem Spielplatzbau erst recht nicht.

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