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Verkehrs-Serie

„Vorschlag aus den 1960er-Jahren“

Münster

In unserer Verkehrsserie hat ein Leser vorgeschlagen, einen Autobahnanschluss in Höhe der Straße Am Max-Klemens-Kanal einzurichten. Die Idee wurde kontrovers diskutiert. Hier die Reaktionen im Überblick.

Klaus Baumeister

Könnte eine Autobahnabfahrt in Höhe der Straße Am Max-Klemens-Kanal helfen, die Verkehrsprobleme in Kinderhaus zu lösen? Darüber wird in der Leserschaft heftig diskutiert. Foto: Matthias Ahlke

Der Bericht über den Vorschlag eines Autobahnanschlusses in Höhe der Straße Am Max-Klemens-Kanal hat vielfältige Reaktionen ausgelöst. Hier eine Auswahl. Sämtliche Mitteilungen in gekürzter Fassung.

► Peter Purschke schreibt:

„Ich kam 1971 nach Münster. Als eine der ersten Maßnahmen kaufte ich mir eine Straßenkarte der Stadt. Begeistert war ich damals, als ich die gestrichelt eingezeichnete, geplante Verbindung Steinfurter Straße – Schifffahrter Damm gesehen habe. Leider ist diese Planung dann in den letzten zehn Jahren verworfen worden. Aus meiner Sicht ist es dringend geraten, den Entwurf für die damalige Planung der Entlastungsstraße Nord wieder aufzunehmen.

Nur so lässt sich der immer stärker werdende Verkehr auf den Straßen Wilkinghege, Westhoffstraße, Bröderichweg, Holtmannsweg, Königsberger Straße als auch auf der Steinfurter Straße über den Ring bis zur Ostmarkstraße und der Warendorfer Straße dauerhaft beherrschen.“

► Gabriele Spieker schreibt: „Der Ideengeber vergisst leider die Anwohner Am Max-Klemens-Kanal, als auch uns, die zwischen Grevener und Kanalstraße wohnen. Wir bekämen noch mehr Verkehr ab. Wir kommen ja jetzt schon morgens kaum aus unserer Anwohnerstraße auf die Kanalstraße. Vom Umweltschutz ganz zu schweigen.“

► Martin Steinwachs schreibt: „Sicher ist die Idee nicht ganz von der Hand zu weisen. Jedoch gilt es einige lokale Aspekte zu beachten. Es handelt sich um ein Landschaftsschutz- und Trinkwasserschutzgebiet, zu mindestens jedoch entlang der Kanalstraße – Richtung Osten. Der Max-Klemens-Kanal, auch entlang der Kanalstraße steht unter Bodendenkmalschutz, somit ist keine Erweiterung in Richtung Osten möglich. Die Bebauung entlang des Max-Klemens-Kanals und der Kanalstraße entstammt zum Teil aus Anfang des vorherigen Jahrhunderts, teilweise stehen diese unter Denkmalschutz. Die Gebäude und auch die Straßen inklusive Unterbau, Ver- und Entsorgungsleitungen sind für die Nutzungsfrequenz und Schwingungen / Erschütterungen des heutigen Straßenverkehrs nicht ausgelegt.“

► Gerd-W. Braach schreibt: „Der Vorschlag für einen Autobahnanschluss am Max-Klemens-Kanal ist nicht neu. Gegen Ende der 60-er-Jahre arbeitete ich in Nienberge in einem Ingenieurbüro, welches für die Gewässer- und Wegeplanung für die Flurbereinigungen Nienberge und Sandrup-Sprakel zuständig. war. Damals war ich häufig Gast in der ,Höltenen Schluse´ . Dort diskutierte ich mit einigen Landwirten und dem unlängst verstorbenen Franz Renfert über eine „ BAB-Abfahrt Höltene Schluse“. Ich handelte folgenden Deal aus. Ich würde für die Umsetzung der Idee meine Kontakte zu der Autobahnverwaltung und der Flurbereinigungsbehörde spielen lassen. Das Autobahnschild ,Höltene Schluse´ würde zu einer erheblichen Umsatzsteigerung der Gaststätte führen. Im Gegenzug würde ich auf Lebenszeit  einen Anspruch auf Freibier und kostenlose Schinkenschnittchen haben.“

► Marc Bölling schreibt bei Facebook: „Die Idee für eine Anschlussstelle am Max Klemens Kanal erschließt sich für mich nicht. Ich glaube nicht, dass es eine nennenswerte Entlassung für den Bereich Kinderhaus geben würde. Die Pendler, die zu den genannten Gebieten / Unternehmen fahren wollen, kommen überwiegend von der Steinfurter Straße aus Richtung Stadt, von der B 54 aus Richtung Altenberge oder von der A1 aus Richtung Autobahnkreuz Süd. Für Pendler aus Richtung Norden ist die Abfahrt A1 in Greven über den Schifffahrter Damm und dann über Coerde eine gute Alternative. Zu Verbesserungen dieser Strecke wäre eine Bahnunterführung in Coerde sinnvoll.“

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