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Serie: Ideenbörse Verkehr

Vorschlag für Hafenstraße: Auf einer Spur am Stau vorbei

Münster

Im Rahmen der Serie „Ideenbörse Verkehr“ macht unser Leser Michael Wildt einen Vorschlag zur Verbesserung des Verkehrs auf der Hafenstraße. Hier die Details.

Klaus Baumeister

So sieht es an der Hafenstraße in Höhe der Friedrich-Ebert-Straße aus: Geradeausfahrende Busse (r.), abbiegende Busse (l.) und geradeausfahrende Radler stehen nebeneinander. Das will der VCD ändern. Foto: kb

Michael Wildt, Mitglied im Regionalverband Münster des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), stellt eines klar: „Die aktuelle Verkehrsregelung, die jetzt an der Kreuzung Hafenstraße / Friedrich-Ebert-Straße gilt, ist auf jeden Fall besser als die alte.“ Doch Wildt hat nach eigenem Bekunden einen Vorschlag, der noch besser ist.

Folgender Sachverhalt: Von der Hafenstraße (in Fahrtrichtung Bahnunterführung) biegen viele Fern- und Regionalbusse rechts ab auf die Friedrich-Ebert-Straße. Dort liegt ein großer Busparkplatz. Jüngst gab es hier einen schweren Unfall, weil ein abbiegender Bus mit einem geradeaus fahrenden Radler kollidierte. Deswegen haben Rechtsabbieger und Radler jetzt separate Grünphasen, ferner wurde aus der kombinierten Geradeaus- und Rechtsabbiegespur eine reine Abbiegespur.

Wo es aktuell hakt 

So weit, so gut: Für Radler ist die Situation jetzt besser geworden, doch nach den Beobachtungen von Wildt hat die Situation auch einige Nachteile. So können wegen der „gesplitteten“ Ampelzeiten jeweils weniger Verkehrsteilnehmer während einer Grünphase die Kreuzung passieren. Darüber hinaus ist von den bisher zwei vorhandenen Geradeausspuren eine weggefallen, wovon auch die vielen Linienbusse betroffen sind, die geradeaus weiter zur Unterführung wollen.

Nach Ansicht des VCD-Mitgliedes Wildt könnte man zu einer neuen, für Busse und Fahrräder besseren Lösung kommen, wenn man für den Autoverkehr die Möglichkeit abschaffen würde, von der Hafenstraße nach rechts auf die Friedrich-Ebert-Straße abzubiegen. „Rechtsabbiegen ist an dieser Stelle eigentlich überflüssig.“ Der Grund: In rund 100 Metern Entfernung liege die Frie-Vendt-Straße, die problemlos anzusteuern sei und über die man alle Ziele im Quartier erreichen könne.

Vorschlag für neue Verkehrsführung

Der eigentliche Vorschlag besteht darin, dass Wildt die heutige Rechtsabbiegerspur in eine kombinierte Radler- und Busspur umwandeln möchte. Diese Spur könne dann von Regionalbussen, Fernbussen, Linienbussen und Radlern gleichermaßen genutzt werden und den Bussen wahlweise als Geradeaus- oder Rechtsabbiegespur dienen. Da sich Radler und Busse die gleiche Spur teilen, ergeben sich für Wildt auch keine Konflikte mehr beim Rechtsabbiegen.

Überdies müsste die Grünphase zwischen Geradeausfahrern und Rechtsabbiegern nicht aufgeteilt werden, was das Vorankommen beschleunige. Darin sieht das VCD-Mitglied einen zentralen Vorteil.

Doch Michael Wildt geht noch einen Schritt weiter: Er würde die neu angelegte Bus- und Fahrradspur gern über die Kreuzung hinaus weiter bis zur Unterführung weiterziehen – und im Gegenzug den Verkehrsraum in der Gegenrichtung verkleinern.

So könnten an dieser stauträchtigen Stelle die Busse auf einer Länge von mehreren Hundert Metern rechts am Autoverkehr vorbeiziehen. In der Unterführung könnte man die Busspur wieder auflösen und die Radler zurück auf den Radweg schicken.

Gerne würde Michael Wildt mit Verkehrspolitikern und Verkehrsplanern ins Gespräch kommen.

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