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Spuren in Münster hinterlassen

Vortragsreihe widmet sich namhaften Architekten 

Münster

Der eine entwarf die Erphokirche, der zweite die Justizvollzugsanstalt, der dritte den Neubau der Sparkasse Münsterland Ost: Drei namhaften Architekten, die Spuren in Münster hinterlassen haben, widmet sich die Reihe „A-Z Architekten“ in den nächsten Monaten.

Auftaktort für die neuen Architekturabende ist die Erphokirche (1928-30) von Carl Moritz. Foto: Wilhelm Walterscheid

Die Reihe „A-Z Architekten“ geht in eine neue Runde. Gleich zu Beginn wird mit Carl Moritz (1863-1944) an einen Architekten erinnert, der in der Gründerzeit Bank-, Theater- und Sakralbauten zwischen Köln und Kattowitz ausführte. Auch in Münster hinterließ er Spuren.

So konnte er mit der Klosterkirche „Zum Guten Hirten“ in Mauritz (1906-08, nicht erhalten) und der 1928-30 ausgeführten Erphokirche zwei Sakralbauten umsetzen, die sein vielschichtiges Werk rahmen. In seinem Vortrag am Mittwoch (21. September) um 19 Uhr in der Erphokirche wird Stefan Rethfeld den Werdegang des Architekten Carl Moritz veranschaulichen. Ergänzend wird die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Hemfort die Erphokirche als liturgisches Gesamtkunstwerk in den Blick nehmen.

Carl Ferdinand Busse entwarf die JVA

Ein zweiter Abend gilt dem preußischen Baubeamten Carl Ferdinand Busse (1802-1868), der als enger Mitarbeiter von Karl Friedrich Schinkel viele öffentliche Bauten in der Rheinprovinz und den Provinzen Westfalen und Schlesien entwarf. In Münster zeichnet er für das Gefängnis, welches in den Jahren 1845-53 an der Gartenstraße entstand, verantwortlich. Ein Vortrag von Stefan Rethfeld in der Justizvollzugsanstalt am 27. Oktober (Donnerstag) um 17 Uhr stellt sich der Frage: „Lernen von Schinkel? – Ein Gefängnisbau als Pionierbau – gestern und morgen“. Im Anschluss wird eine Gesprächsrunde die Potenziale einer Umnutzung des denkmalgeschützten Areals erörtern, als Teil der Landesreihe „21,7 Millionen Gebäude – Umdenken – Umnutzen – Umbauen“ des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA).

Dieter G. Baumewerd sanierte das Rathaus 

Ein dritter Architekturabend ist dem Architekten Dieter G. Baumewerd (1932-2015) gewidmet, der zunächst durch moderne Kirchenbauten bekannt wurde. Als Entwurfsprofessor in Dortmund prägte er viele Studierende. In Münster übernahm er die Sanierung von Rathaus, Stadtweinhaus und Lotharinger Kloster sowie den Neubau der Sparkasse Münsterland Ost. Der Vortragsabend mit Architekturhistoriker Prof. Frank R. Werner findet am 9. November (Mittwoch) um 19 Uhr im Oberverwaltungsgericht (1959-63), dem Erstlingswerk des Architekten, statt.  Zu den Terminen lädt der BDA Münster-Münsterland ein. Aufgrund der Corona-Situation ist eine Anmeldung per E-Mail an bda-muenster@hehnpohl.de erforderlich. Der Eintritt ist frei.

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