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Pro & Contra

Wäre ein Rosenmontagszug im Mai auch eine Option für Münster?

Münster

Düsseldorf hat den Rosenmontagszug in den Mai verlegt. Wäre das angesichts der Pandemie auch eine Option für Münster? Ein Pro und Contra.

Von Björn Meyer und Karin Völker

Rosenmontagszug im Mai? Die Meinungen gehen auseinander. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Pro: Die bessere Alternative

Von Björn Meyer

Keine Frage, Karneval gehört in die kalte Jahreszeit. Aber Arbeit gehört eigentlich auch an den Arbeitsplatz, Gesichter gehören normalerweise nicht verhüllt, und Konzertpublikum nicht in Strandkörbe. Angesichts der Pandemie mussten wir uns in vielen Bereichen umstellen. Das fällt nicht immer einfach, ist häufig auch nicht optimal.

Allerdings sind – wahlweise – ein jeckes Publikum in Sorge, eine Absage des Rosenmontagszugs oder nicht zuletzt viele erkrankte Menschen eben noch deutlich schlechtere Alternativen. Und noch etwas spräche für eine Verlegung: Denjenigen, denen solch ein Umzug am meisten Spaß bereitet, den Kindern, ist es völlig egal, wann sie Kamelle sammeln dürfen, Hauptsache sie dürfen überhaupt.

Contra: Kein beliebiges Datum

Von Karin Völker

Karneval ist per se ein fröhliches Fest, und Frohsinn sollte sicher nicht dem Monat Februar vorbehalten sein. Aber Karneval ist eben auch Brauchtum, hat in unserer Kultur eine besondere Bedeutung im ausgehenden Winter und vor dem Beginn der Fastenzeit an Aschermittwoch. Feiertage haben mit gutem Grund einen festen Platz im Kalender.

Auch wenn wir das vergangene Weihnachten im Lockdown begangen haben und die Pandemie ein geselliges Ostern schon zweimal verhindert hat, haben wir doch nicht im Juni Tannenbäume aufgestellt und Ostereier im September versteckt. Karneval ist mehr als ein Umzug bunter Wagen  und für viele Jecken ein Gefühl, das sich nicht an einem beliebigen Termin abrufen lässt.

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