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Kinderuni

Warum Glücksspiel Spaß macht

Münster

Wie funktioniert Glück im Gehirn? Diese Frage beantwortete der Neurowissenschaftler Prof. Michael Deppe bei der Kinderuni. Dabei wurden im Hörsaal sogar Glücksspiele gespielt.

Karin Völker

Glücksspiel im Hörsaal: Bei der Kinderuni konnten die kleinen Studenten lernen, dass ein erwarteter Gewinn glücklicher macht, als der Gewinn selbst. Foto: kv

Im Lotto-Eurojackpot liegen an diesem Wochenende 40 Millionen Euro. Die Mädchen und Jungen, die am Freitag im großen Hörsaal H1 bei der Kinderuni waren, wissen, warum die meisten, die heute mitspielen, ein freudiges Kribbeln verspüren.

Es ist das Belohnungserwartungssystem im Gehirn. Das lernten die Kinder von dem Neurowissenschaftler Prof. Michael Deppe von der Universität Münster. Er erforscht Glücksgefühle von Menschen und versucht, das Glück in deren Hirn auf Bildern sichtbar zu machen.

Dazu hat sich Deppe extra ein Glücksspiel ausgedacht, das Menschen auch spielen können, wenn ein Magnetresonanz-Tomograph (MRT) anzeigt, wie heftig die Nervenzellen arbeiten.

Der Hörsaal wurde so zu einer Art Spielsalon – vier Kinder spielten auf der Bühne als freiwillige Versuchspersonen das Spiel um Geld. Das hatte in einem anderen Experiment auch Alice Hoffmeyer, eine Mitarbeiterin in Deppes Team getan. Im Modell eines MRT-Gerätes auf der Bühne zeigte eine Barbie-Puppe, wie Alice Hoffmeyer dort gelegen hatte.

Die jungen Studenten merkten schnell: Wer erwarten darf, etwas zu gewinnen, freut sich dabei mehr, als nach einem tatsächlichen Gewinn. Das ist ein Ergebnis der Forschung. Eine weitere Weisheit, so Deppe: „Das ist das Blöde am Glücksspiel: Es macht Spaß – aber es macht arm.“

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