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Vereinbarung getroffen

Wasserstoff-Pipeline für Münster

Münster

Anschluss ans Wasserstoff-Netz: Die Wasserstoff-Initiative Münster und die Thyssengas GmbH aus Dortmund kooperieren, um Münster an ein Wasserstoffnetz anzuschließen. Es gibt auch schon erste Zeitpläne.

Die Wasserstoff-Initiative Münster und die Thyssengas GmbH aus Dortmund kooperieren, um Münster an ein Wasserstoffnetz anzuschließen. Foto: Jens Büttner

Münster an ein deutschlandweites Wasserstoff-Netz anzuschließen, das ist das Ziel einer kürzlich geschlossenen Vereinbarung der Wasserstoff-Initiative Münster mit der Thyssengas GmbH aus Dortmund. Dafür ist laut Mitteilung der Initiative geplant, ab 2025 eine bestehende Erdgastransportleitung zu einer Wasserstoff-Pipeline umzuwidmen.

Durch die Umwidmung einer bestehenden Erdgasleitung soll Münster an ein geplantes NRW- und später deutschlandweites Wasserstoff-Netz angeschlossen werden.

„Wasserstoff wird aus Sicht vieler Experten zu einem immer bedeutenderen Faktor zum Gelingen der Energiewende“, erklärt Dieter Kerkhoff, Geschäftsführer und Initiator der Wasserstoff-Initiative Münster. Ziel der Initiative sei es, münsterischen Unternehmen dieses Potenzial möglichst frühzeitig zugänglich zu machen.

Zentrale Pipeline in Münsters Süden

Die Einsatzmöglichkeiten für den emissionsfreien Wasserstoff seien vielfältig, heißt es weiter. Man nutzt ihn unter anderem als Kühlmittel in Kraftwerken, in der chemischen Industrie, der Pharmazie, der Lebensmittelindustrie, der Metallverarbeitung oder bei der Herstellung von Düngemitteln.

„Durch die Vereinbarung mit Thyssengas ist uns ein großer Schritt hin zu einer bedarfsgerechten Versorgung Münsters mit einem der vielversprechendsten Energieträger der Zukunft gelungen“, freut sich Kerkhoff.

Von der zentralen Pipeline in Münsters Süden aus seien perspektivisch Stichleitungen in die Industrie- und Gewerbegebiete der Stadt geplant, um dortige Unternehmen mit Wasserstoff versorgen zu können.

Im nächsten Schritt gehe es nun darum, die konkreten Bedarfe der Unternehmen vor Ort zu ermitteln und in ein umfassendes Konzept zur Wasserstoff-Versorgung der Region zu überführen.

Appell an Unternehmen

Interessierte Unternehmen können ihren Bedarf in diesen Prozess mit einbringen, so Klaus-Peter Kockmeyer, Ansprechpartner für Marketing und Vertrieb der Wasserstoff-Initiative Münster. Unternehmen könnten dafür ab sofort mit der Initiative in Kontakt treten. Auf ihrer Internetseite www.wasserstoff-muenster.de informiert die Initiative über das Potenzial des Elements Wasserstoff und ihre aktuellen Projekte zur Versorgung Münsters.

Die Wasserstoff-Initiative Münster wurde im Jahr 2020 gegründet. Sie arbeitet daran, Wasserstoff in Münster und dem Münsterland zu etablieren, um die Emissionen der hiesigen Wirtschaft zu senken und die Potenziale dieses Energieträgers zugänglich zu machen.

Die Thyssengas GmbH mit Sitz in Dortmund ist ein unabhängiger Gasnetzbetreiber und zählt zu den führenden deutschen Erdgastransportnetzgesellschaften.

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