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Forschung zu tierischen Gefühlen

„WAU“ für das Hundewohl

Münster

Eine App soll dabei helfen, die Gefühlen von Hunden zu erforschen. Und das Beste daran, die Bürger helfen der Wissenschaft.

 

Foto: dpa (Symbolbild)

Auch Tiere haben Gefühle. Das wissen zum Beispiel Besitzer und Besitzerinnen von Hunden sehr genau. Da man Vierbeiner allerdings nicht einfach fragen kann, wie sie sich fühlen oder wie es ihnen geht, suchen Wissenschaftler derzeit nach geeigneten Indikatoren, die einen Rückschluss auf ihre Emotionen erlauben. Hundebesitzer können diese Forschung, die das Wohlergehen der Tiere im Fokus hat, unterstützen, indem sie die neue App „WAU“ nutzen. Diese ist, wie berichtet, ab sofort kostenlos im App- und Playstore erhältlich. Gestaltet und illustriert wurde sie von Studierenden des Fachbereichs Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD).

WAU ist in Kooperation mit Wissenschaftlern des Instituts für Neuro- und Verhaltensbiologie der WWU Münster entstanden, im Rahmen eines Citizen ­Science Projektes, heißt es in einer Mitteilung der Fachhochschule Münster. Ziel solcher Projekte ist die aktive Beteiligung von Bürgern in den Forschungsprozess, um so neues Wissen zu schaffen. Im aktuellen Projekt soll das Zusammenspiel von lateralisiertem Verhalten, also den Seitenpräferenzen bei verschiedenen Aktivitäten, Emotionen und Persönlichkeit bei Hunden untersucht werden. Es gibt nämlich erste Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Seitenpräferenzen und Emotionen.

Ergebnis kann sich sehen lassen

„Die Experten und Expertinnen der Verhaltensbiologie der Universität Münster kamen auf uns zu, um für dieses spannende Projekt gemeinsam mit Studierenden ein anwenderfreundliches Screendesign sowie erklärende Illustrationen und Animationen zu entwickeln“, erklärt Prof. Tina Glückselig, Professorin für interaktive und Online-Medien von der MSD.

Designstudentin Johanna M. Soares Caupers Schroers freut sich, dass sie die von ihr und ihren Kommilitonen Sophie Rüthers, Sarah Köster und Michael Schulte-Austum gestaltete App „WAU“ ab sofort selbst nutzen kann. Foto: FH Münster/Fachbereich Design

Ihre Kollegin Prof. Cordula Hesselbarth, Professorin für mediengestützte Informations- und Wissenschaftsillustration, ergänzt: „Es war eine große Herausforderung für die Studierenden, exakte und eindeutig lesbare Darstellungen von Mimiken und Körpersprachen der Haustiere zu erarbeiten sowie funktionsfähige Benutzeroberflächen zu entwerfen. Die Zusammenarbeit der studentischen Teams aus Illustratoren und Mediendesigner hat enorme Lernerfolge und spannende Ergebnisse hervorgebracht.“ Die beiden Designprofessorinnen hatten das Teilprojekt der FH Münster gemeinsam geleitet.

Vorfreude von Hundebesitzern

Es sei toll, die kreativen Ideen nun in einer App zu sehen. Besonders die Hundebesitzer unter ihnen würden sich darauf freuen, die App endlich nutzen zu können, resümieren die Studentinnen Sarah Köster und Sophie Rüthers, die am Projekt beteiligt waren. „Die Studierenden waren wirklich sehr engagiert“, betont Glückselig. „Es ist immer ein besonders großer Motivationsanreiz, wenn die Entwürfe aus den Seminaren nicht in der Schublade landen, sondern in ein konkretes Ergebnis umgesetzt werden“, erklärt Hesselbarth. „Daher legen wir in der Lehre großen Wert auf die Kooperation mit Partnern aus der Praxis.“

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