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Letzter Samstag vor Heiligabend

Weihnachtsgeschäft: Händler ziehen positive Bilanz

Münster

Das Weihnachtsgeschäft in der Innenstadt lief am Wochenende gut, trotzdem blieben einige Fragezeichen. Dabei hat Münster offenbar ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, wenn es um den Geschenkekauf geht.

Von Klaus Möllers

„Es ist wieder eine gewisse Normalität da, so wie vor Beginn der Corona-Zeit“, meinte Jürgen Budke, Geschäftsführer des Spielwarengeschäfts „Mukk“ am Alten Fischmarkt, zum Kundenverhalten. Foto: klm

Vor den öffentlichen Parkhäusern in der Stadt war am Samstag Geduld nötig, bis wieder ein Platz frei wurde. Stellplätze waren gefragt, Fußgängerzonen sehr gut besucht, die meisten Geschäfte auch.

Am vierten Adventssamstag schienen die Ladenbetreiber in Münster weitestgehend zufrieden zu sein mit dem Vorweihnachtsgeschäft. In Münster sei es der umsatzstärkste Samstag der vier gewesen, so wie im NRW-weiten Trend, sagte Karin Eksen, Geschäftsführerin des Handelsverbandes NRW, Westfalen-Münsterland, auf Nachfrage.

Auch höherpreisige Sortimente nachgefragt

Das Oberzentrum Münster zeige dabei eine Besonderheit: Hier seien auch höherpreisige Sortimente gefragt gewesen, dies gelte etwa für Kleidung und Schreibwaren. An den ersten drei Samstagen hätten sich Kunden eher orientiert, sich umgesehen.

„Die Umsätze lagen meist noch hinter 2019 zurück“, so Eksen. Aber: Es sei zugleich erkennbar, dass die Menschen „nach den starken Einschränkungen durch Corona wieder Weihnachten wie bisher haben wollen“, sagte sie. Auch bei Geschenken. Abschließend könne der Weihnachtsumsatz noch nicht bewertet werden, weil noch eine knappe Woche bis Heiligabend Zeit bleibe.

Genaue Einschätzung ist schwierig

Zufrieden zeigte sich bei einem Besuch in ihrem Geschäft zum Beispiel die Warenhausleiterin von „Manufactum“ in den Arkaden, Funda Ergüden. „Wir sind mit dem Umsatz im Großen und Ganzen zufrieden“, so ihre Einschätzung. „Wir sind mit den hochwertigen Geschenkartikeln, die wir haben, gut besucht.“

Man erreiche die Besucher also offenbar mit den ausgefallenen Designs bei Ausstattung und Deko für Bad oder Büro, mit Spielen und Süßigkeiten. „Es bleibt aber schwierig, einzuschätzen, wie sich die Kunden verhalten“, so Ergüden. Insgesamt habe sie den Eindruck, dass sich in der Vorweihnachtszeit „die Leute wieder etwas Gutes tun möchten“.

Viele Touristen in der Stadt

„Sehr positiv gestimmt“ beschrieb Katja Pflüger, Inhaberin des seit 40 Jahren bestehenden Ausstattungs- und Deko-Artikel-Ladens „Luftschloss“ an der Rothenburg die Vorweihnachtszeit. Dennoch: „Wegen Corona und der Krisen, die die Gesellschaft betreffen, war nicht unbedingt zu erwarten, dass vieles wieder an die Vor-Corona-Zeit anknüpften würde“. Es sei aber „schön, dass hier touristisch wieder mehr los ist“, so Pflüger – auch mit Blick auf die vielen Niederländer.

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