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Kriminalstatistik

Weniger Fälle von Gewaltkriminalität in Münster

Dirk Anger

Münster - „Ich kann Münster nicht mit Lienen vergleichen“, stellt Polizeipräsident Hubert Wimber fest. Dennoch: „Münster ist relativ sicher.“ Gewaltkriminalität mache in der Stadt nur drei Prozent aller Straftaten aus, begründet Wimber.

Und erstmals seit dem Jahr 2004 ist die Zahl der Gewaltdelikte in Münster laut Polizeistatistik wieder rückläufig. Was der Behördenchef am Montag bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2010 als „Trendumkehr“ bezeichnet.

971 Fälle von Gewaltkriminalität - darunter Totschlag, Vergewaltigung, Raub und schwere Körperverletzung - registrierten die Beamten im vergangenen Jahr, 31 Fälle weniger als noch 2009.

Weil man in diesem Bereich seitens der Polizei Prioritäten gesetzt hat, wie Wimber zusammen mit dem Leitenden Polizeidirektor Ernst Träger feststellt. Das habe sich jetzt ausgezahlt.

Gleichwohl bezeichnet der Polizeichef die zunehmende Aggressivität auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen inzwischen als „flächendeckende Problematik“ in Münster.

Meist sei dabei Alkohol im Spiel. In der Vergangenheit hatte die Polizei dieses Phänomen weitgehend noch den Ausgehmeilen zugeschrieben.

Bei einem weiteren Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit sieht sich Wimber ebenfalls im Kurs seiner Behörde bestätigt: Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist um 360 auf 5038 Fälle zurückgegangen; der niedrigste Stand seit zehn Jahren. Inzwischen wird laut Statistik jeder zehnte Leezen-Diebstahl auch aufgeklärt.

„Hinter diesen Zahlen steckt ein erheblicher polizeilicher Aufwand“, so Wimber.

Insgesamt sind die polizeilich registrierten Straftaten in Münster im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 28 631 zurückgegangen. Zugleich hat sich die Aufklärungsquote verbessert.

Sie liegt laut Statistik bei 46,5 Prozent. Oder in absoluten Zahlen: Bei 13 306 Straftaten und damit in 2,1 Prozent der Fälle mehr als noch 2009 konnten die Beamten die Täter ermitteln.

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