1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Weniger Radverkehr im Corona-Jahr

  6. >

Rückgang an den Zählstellen

Weniger Radverkehr im Corona-Jahr

Münster

Im Corona-Jahr 2020 ging es auf den münsterischen Straßen ruhiger zu. Auch auf den Radwegen. Vor allem der digitale Lehrbetrieb der Hochschule wirkte sich aus.

Karin Völker

Der Rückgang an der Radverkehr-Zählstelle an der Hammer Straße war 2020 nicht ganz so groß wie an anderen Stellen. Foto: Matthias Ahlke

Das Corona-Jahr 2020 hat für Münster so manche Veränderung gebracht. Eine davon betrifft den Radverkehr: In der Stadt waren im vergangenen Jahr deutlich weniger Radfahrer unterwegs als etwa 2018 und 2019. Die automatische Zählung der vorbeifahrenden Radler an acht Stellen in der Innenstadt zeigt: Die Verlagerung vieler Jobs ins heimische Büro, die Schulschließungen und vor allem der weitgehend in den Distanzmodus verlegte Lehrbetrieb der Hochschulen sorgten dafür, dass weniger Radfahrer unterwegs waren.

Am deutlichsten zeigt sich dies an der Zählstelle am Neutor: Dort kamen 2020 mit 3,1 Millionen Radfahrern 1,3 Millionen weniger vorbei als noch im Vorjahr. Von hier kommen viele Studierende, die in den Wohnanlagen im Westen und Nordwesten der Stadt leben, ins Zentrum. Aber auch an der Wolbecker Straße, der Hüfferstraße und auf der Promenade nördlich der Salzstraße wurde jeweils 20 bis 25 Prozent weniger Radverkehr gemessen als im Vorjahr. Etwas weniger deutlich ist der Rückgang an der Hammer und der Warendorfer Straße, wo im vergangen Jahr noch 2,38 bzw. 2,12 Millionen Radfahrer passierten.

Dass das Neutor das Haupteinfallstor vieler Studierender ist, zeigt eine andere Besonderheit: Im ganzen Jahr 2020 war dort der Wintertag des 16. Januar, noch vor Beginn der Pandemie, der mit den meisten Radbewegungen (17 354). In den Vorjahren wurde der Rekord zu Beginn der Semester, im Oktober (2019) beziehungsweise im April (2018) erreicht.

Startseite