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Schlagballturnier in der Bauerschaft Schürhook wurde kurzerhand um einen Tag vorgezogen

Wer schneller ist, gewinnt natürlich

Münster-Amelsbüren

Erst mussten sich die Aktiven zwei Jahren lang gedulden, dann musste plötzlich alles sehr schnell gehen. Wetterbedingt wurde das Schürhooker Schlagballturnier am Pfingstwochenende um einen Tag vorgezogen werden. Der Spaß kam nicht zu kurz.

Die Aktiven beim Schlagball-Turnier der Amelsbürener Bauerschaft Schürhook : Insgesamt nahmen 80 Amelsbürenerinnen und Amelsbürener teil. Alle Erlöse gehen traditionell an einen guten Zweck – in diesem Jahr werden die Kapuziner um Bruder Jeremias für ihre Ukraine-Hilfe unterstützt. Foto: Berger

Zwei Jahre lang musste die über 50-jährige Tradition coronabedingt unterbrochen werden, am Pfingstsonntag 2022 sollte das Schürhooker Schlagball-Turnier endlich wieder stattfinden.

Schlagball ist in der Amelsbürener Bauerschaft sehr beliebt und wird wie eine Mischung aus Brennball und Baseball gespielt: Zwei Mannschaften stehen sich auf einer frisch gemähten Wiese gegenüber, die Fänger versuchen den von den Schlägern möglichst weit geschlagenen Ball zu erhaschen und so schnell wie möglich auf eine Zielfläche zurückzubringen.

Faustgroße Lederbälle

Während dieser Zeit versuchen die Schläger, eine festgelegte Strecke zu laufen und eine Glocke zu schlagen. Punkte erhalten diejenigen, die ihre Aufgabe schneller meistern. Geschlagen werden die faustgroßen Lederbälle mit frisch geschnittenen Weidenruten über ein rampenähnliches Schlagmal. Da kann ein Ball 90 Meter oder weiter fliegen.

Das Laufen übernehmen im Schürhook traditionell die hoch motivierten Kinder der Nachbarschaft. Angesichts der bedrohlichen Wetterprognosen für den Pfingstsonntag mit Gewittern und Starkregen entschied das Organisationsteam kurzerhand, das Turnier auf den Samstag vorzuverlegen.

Innerhalb von vier Stunden hatten viele fleißige Hände Spielfeld und alle Stätten für das leibliche Wohl von Spielern und Gästen auf dem Hof Lütke Dartmann aufgebaut.

Runde um Runde

Mit dem Fördergeld der Stadt Münster aus dem Programm „2000 x 1000 für das Engagement“ waren die Rahmenbedingungen des Turniers gesichert, die Firma Sportco sponserte die Bälle.

Trotz des spontan vorgezogenen Termins waren viele aus der weitläufigen Amelsbürener Nachbarschaft der Einladung gefolgt. Drei gemischte Mannschaften spielten zwischen 16 und 20.30 Uhr mit vollem Einsatz, die Kinder rannten Runde um Runde so schnell es ihre Füße erlaubten.

Die besten drei Läufer wurden mit einem Eisgut­schein prämiert; im Jugendwettkampf wurde der weiteste Schlag mit einem kleinen Pokal ausgezeichnet.

Beachtliche Spendenbereitschaft

Erst spät in der Nacht klang das frühsommerliche Sportfest aus. Umsatz und Spendenfreude waren beachtlich, denn selbstverständlich gehen alle Erlöse traditionell an einen guten Zweck. In diesem Jahr werden die Kapuziner um Bruder Jeremias für ihre Ukraine-Hilfe rund 1700 Euro erhalten.

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