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Universitätsrektor wiedergewählt

Wessels will die besten Köpfe unter den Studierenden locken

Münster

Der wiedergewählte Rektor der Universität Münster, Johannes Wessels, will die besten Köpfe unter den Studierenden nach Münster lotsen. Er rief dazu auf, den Kampf um die besten Studentinnen und Studenten ernst zu nehmen. Der Wettbewerb sei härter geworden.

Von Ralf Repöhler

Herzlichen Glückwunsch: Prof. Dr. Johannes Wessels (M.). Senatsvorsitzender Prof. Dr. Hinnerk Wißmann (l.) und Dr. Elke Topp, Vorsitzende des Hochschulrates, gratulierten nach der Wahl. Foto: Leßmann/WWU

Prof. Dr. Johannes Wessels (59) bleibt für weitere vier Jahre Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU). Die Hochschulwahlversammmlung bestätigte den gebürtigen Bremer am Freitag bei einer Gegenstimme im Amt. „Es fiel mir nicht schwer, mich ein zweites Mal zu bewerben, weil mir das Amt große Freude bereitet. Ich freue mich besonders auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den vielen Gruppen und in den zahlreichen Gremien der Universität“, sagte Wessels.

Der Kernphysiker ist seit Oktober 2016 Rektor der WWU. Seine zweite Amtsperiode endet am 30. September 2026. Dann wäre Wessels zehn Jahre an der Spitze, genauso lange wie seine Vorgängerin Prof. Dr. Ursula Nelles, die die Rektorin mit der längsten Amtszeit an Münsters Universität ist.

Vor der Abstimmung in der Aula des Schlosses skizzierte Wessels die wichtigsten Herausforderungen seiner zweiten Amtszeit. Dazu gehören die Vorbereitung auf den nächsten Exzellenz-Wettbewerb, die konsequente Umsetzung des forschenden Lernens in der Lehre, eine stärkere Sichtbarkeit in internationalen Forschungsverbünden und die Fortsetzung des Digitalisierungsprozesses, auch wenn auf Präsenz nicht verzichtet werde könne. „Lernen ist ein sozialer Akt“, betonte Wessels.

Uni soll europäisch sichtbarer werden

Der Wettbewerb zwischen den Universitäten sei härter geworden, auch in NRW mit den meisten Exzellenzclustern. „Wir müssen europäisch deutlich sichtbarer werden und dabei etwas aufholen“, forderte Wessels.

Auf dem Feld der Internationalisierung sei die Uni keinen Jota vorangekommen. Masterstudiengänge in englischer Sprache müssten stärker in den Fokus genommen werden. „Unsere Nachbarn machen uns da etwas vor“, sagte der Rektor mit Blick auf die Niederlande.

Wessels rief dazu auf, den „Kampf um die besten Köpfe unter den Studierenden ernst zu nehmen. Wir suchen noch nicht gezielt nach den besten Studierenden“. Dabei sei es von großer Bedeutung, dass das Rektorat, die Fachbereiche und die Verwaltung im engen Austausch blieben und ihre Ziele gemeinsam entwickelten.

Kein Wort zum Musik-Campus

Den mit der Stadt geplanten Musik-Campus erwähnte Wessels nicht. Anfang April entscheidet Münsters Rat, ob das mit 300 Millionen Euro kalkulierte Projekt realisiert werden kann. Auf einem Campus an der Hittorfstraße soll sich unter anderem die Musikhochschule ansiedeln.

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