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Pandemiebekämpfung in der Nachkriegszeit

Wie die Tuberkulose Münster in Atem hielt

Münster

An Seuchen und Pandemiebekämpfung konnte sich vor Corona kaum jemand persönlich erinnern. Dabei versetzte in der Nachkriegszeit die Tuberkulose die Stadt in Alarmstimmung.

Von Miriam Karstenund

Miriam Karsten (rundes Bild) hat zur Tuberkulose in der Nachkriegszeit geforscht. Das große Foto zeigt Münster nach einem der letzten Luftangriffe auf die Stadt im März 1945. Auf das Plakat zum Kampf gegen Tuberkulose (oben) und den Spendenaufruf ist Karsten im Stadtarchiv gestoßen. Foto: Gustav Heinkele/Stadtarchiv Münster (2)/Roland Krampitz

Unter dem Eindruck der aktuellen Corona-Krise gerät eine weitere, vor allem über die Atemwege übertragbare Infektionskrankheit etwas in Vergessenheit: die Tuberkulose. Dabei fallen dieser alten „Volkskrankheit“ immer noch mehr als eine Million Menschen jährlich zum Opfer. Glücklicherweise kann sich Deutschland heutzutage zu den sogenannten Niedriginzidenzländern zählen. Aber auch hier kam es 2015 wieder zu leicht steigenden Fallzahlen – und das erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg. Dies weckte auch in Münster die Erinnerung an 1945 und die unmittelbare Nachkriegszeit, als das Mycobacterium tuberculosis eine große gesundheitliche Bedrohung darstellte und die Tuberkulosebekämpfung in der politischen Tagesordnung weit nach oben rückte.

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