1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Wie kommt Literatur in die Flasche?

  6. >

Marc Gettmann im Kreativ-Haus: Verblüffende Zauberei und Gedankenlese-Tricks

Wie kommt Literatur in die Flasche?

Münster

Verblüffend, unheimlich, verwirrend, bezaubernd und fantastisch: So lässt sich die Show von Marc Gettmann beschreiben. Er nennt sich Mental-Magier. Gettmann kann zaubern, Gedanken lesen, amüsieren und immer wieder spontan auf sein Publikum eingehen. Die Zuschauer verließen nach zweieinhalb Stunden Show am Freitagabend beeindruckt das Kreativhaus

Maria Conlan

Marc Gettmann holte sich Unterstützung von diesem jungen Assistenten.

.Von Beginn an trat der Magier in direkten Kontakt mit den Zuschauern und bezog sie mit ein. Ob Konrad und Friedrich, zwei Jungen in der ersten Reihe, oder Andreas, Pia, Susanne, Thomas … Sie stellten ihre Ringe zur Verfügung, einen Geldschein, pickten eine Karte heraus, ließen ihr Geburtsdatum enträtseln oder ihr Traumreiseziel.

Schon in der Pause grübelten und diskutierten die Besucher über die Tricks, wie das alles möglich ist – und wieso sie nichts gesehen haben.

Marc Gettmann begann mit „langweiliger“ Seilzauberei, bei der er ein Seil ohne Messer oder Schere teilte und wieder zusammensetzte. Seine Kartentricks waren ähnlich: irgendwie anders als sonst. Mit der Zunge faltete er erst die gesuchte Karte zusammen, bevor er sie dem Publikum erneut präsentierte. Bei Gettmann wurde sogar eine Ausgabe der Zeitung zum Zauberutensil. Ein Geldschein verschwand in einer Zitrone, ein Löffel verbog sich in der Hand eines Kindes und Ringe von Zuschauern wurden zusammengehängt, Zitronen und eine Melone lagen plötzlich unter Bechern und ein Hut auf dem Tisch.

Mit Charme und Witz pickte sich Gettmann seine Mitwirkenden aus dem Publikum heraus. Das gesamte Programm bot großen Unterhaltungswert. Alles wirkte leicht und spontan, was die erstaunlichen Ergebnisse noch fantastischer erscheinen ließen.

Vor der Pause stand die Zauberei im Vordergrund, in der zweiten Hälfte das Gedankenlesen. Teils schien das Publikum so verblüfft und überwältigt, dass es zu klatschen vergaß. Oftmals spiegelte sich die Spannung, die Gettmann aufbaute, darin wieder, dass es im Saal mucksmäuschenstill wurde.

Eine Frau aus dem Publikum suchte sich eine Romanseite heraus, er zauberte genau diese aus einem iPad in eine Flasche. Später suchte sich eine Zuschauerin ein beliebiges Wort aus einem Roman heraus – und mit Gettmanns Hilfe fand eine andere Dame genau dieses im Spanischwörterbuch wieder.

Wie geht das? Verwirrend war das Erlebte, unheimlich, beängstigend, unergründlich. Es war ein Programm für alle Generationen.

Fans und solche, die es werden wollen, können sich auf Februar 2020 freuen. Dann wird Gettmann wieder in Münster auftreten – mit einem neuen Programm. Es lohnt sich.

Startseite
ANZEIGE