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Prozesse im Missbrauchsfall Münster

Wie öffentlich muss der Strafprozess um Adrian V. sein?

Münster

Im Missbrauchsprozess um Adrian V. finden wesentliche Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das schützt auch den Hauptbeschuldigten im Missbrauchsfall Münster. Einblicke in eine schwierige Abwägung.

Dirk Anger

Die Verfahren im Missbrauchskomplex Münster stehen im Blickpunkt medialer Berichterstattung. Der Ausschluss der Öffentlichkeit wird indes teils unterschiedlich gehandhabt durch die Kammern. Foto: Dirk Anger

Sie verbergen ihre Gesichter hinter roten oder blauen Aktendeckeln aus Pappe. Nicht aus Scham vor dem Abscheulichen, sondern um nicht erkannt zu werden, wenn sie zu ihren Stühlen gehen, neben denen die Rechtsanwälte schon auf die fünf Angeklagten warten. Seit Mitte November 2020 wiederholt sich dieses Schauspiel fast an jedem der inzwischen 43 Verhandlungstage, die in dem großen, aber schlichten, holzvertäfelten Saal 23 des Landgerichts Münster in der Regel morgens, leicht verspätet um kurz nach 9 Uhr beginnen.

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