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Wie Simon dem Tod entkam

Graphic Novel zeigt Leben eines Münsteraners

Münster

Der Münsteraner Simon Schlattmann hatte es nicht immer leicht. Mehrfach machte ihm der Krebs zu schaffen. Über sein Schicksal erzählt nun eine Graphic Novel.

Von Georg Buterus

Simon Schlattmann (l.) und André Kröker präsentieren ihr Werk. Foto: Georg Buterus

Mit 17 Jahren zu erfahren, dass man nicht mehr 18 wird – welch ein Schicksalsschlag. Doch Simon Schlattmann entschied sich damals, mit aller Kraft gegen den Krebs zu kämpfen.

Erfahrung hatte der Münsteraner bereits. Mit elf Jahren entfernten ihm Ärzte wegen eines Knochentumors eines seiner Beine – es folgten weitere schwere Schicksalsschläge und Chemotherapien – aber auch Lichtblicke und ein Leben voller schöner Momente.

Seine Geschichte erzählt er nun mit Hilfe des Design-Studenten André Kröker im Buch „Das Storchenkostüm“. Der Münsteraner verwandelte die Erfahrungen Schlattmanns in eine Graphic Novel – einen Comic, der sich an Erwachsene richtet.

Leser erleben intensive Erinnerungen

Die Zeichnungen ließen den Leser die intensiven Erinnerungen und Situationen erleben, ohne sich nur auf innere Monologe zu beschränken, betont der Künstler. Auch ihn berühre das Thema, er selbst habe einen Bruder an Krebs verloren: „Das Buch war für uns beide auch therapeutisch und heilsam“.

Diese Wirkung solle auch bei den Lesern ankommen. Insbesondere bei Menschen, die Berührungspunkte mit Krebs haben, soll die Geschichte Mut machen. Dabei schreckt der Autor nicht davor zurück, die Tiefpunkte auch als solche zu zeigen.

Geschichte wie eine „Abrissbirne in die Fresse“

Ein Freund des Krebserkrankten beschrieb die Geschichte als „Abrissbirne in die Fresse auf jeder Seite“ ein weiterer beschuldigte ihn „Zwiebeln zwischen den Seiten“ versteckt zu haben.

Ein Blick auf das Leben von Schlattmann verrät das Happy End des Buches: Heute leitet er das Familienhaus des Universitätsklinikums Münster, ist froh über seine zwei Kinder und durfte dank des Vereins „Herzenswünsche“ sein Idol Michael Jackson treffen.

Das Durchgemachte helfe ihm bei seiner jetzigen Arbeit mit leidenden Menschen. Aus diesem Grund spendet er für jedes verkaufte Buch zwei Euro an das Familienhaus. Die Graphic Novel kann bei Buchläden bestellt werden.

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