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Verbindung zwischen Münster und Altenberge

Wilhelmstraße wird Teil der Veloroute

Münster

Das Velorouten-Projekt schreitet weiter voran: Die Wilhelmstraße soll ab Mitte 2022 zu einer solchen ausgebaut werden. Die Details sorgten bei einer Infoveranstaltung für Anwohner jetzt für reichlich Zündstoff.

Helmut P. Etzkorn

Fragen und Anmerkungen der betroffenen Anwohner wurden bei der Infoveranstaltung zur Wilhelmstraße diskutiert. Foto: hpe

Ab Mitte 2022 soll die Wilhelmstraße zur Veloroute ausgebaut werden. Für die Anwohner bedeutet das nach inzwischen zweijährigem Kanalbau in der kleinen Wohnstraße erneut Baulärm und Einschränkungen. Zudem werden zumindest auf einige der Eigentümer von Grundstücken entlang der Straße möglicherweise nochmals Kosten nach dem Kommunalabgabengesetz zukommen. Mit dem (illegalen) Parken auf Gehwegen und am Fahrbahnrand ist ebenfalls Feierabend, wenn die Straße 2024 umgebaut ist.

Zündstoff genug für eine Infoveranstaltung der Stadt am Dienstagabend in der Mensa am Ring, 30 Betroffene durften auf nummerierten Stühlen coronagerecht teilnehmen. Letztlich ging es auch nur noch um Anregungen, weil die Straßenplanung für das Teilstück der Veloroute von der Einsteinstraße bis zum Orléans-Ring als ein Element der Veloroute nach Altenberge in seinen wesentlichen Grundzügen längst besiegelt ist.

Keine Anwohnerparkplätze

Die rote „Fahrradstraße 2.0“ wird 4,50 Meter breit sein, dazu kommen an beiden Seiten Sicherheitstrennstreifen von 75 Zentimetern, damit öffnende Türen von geparkten Autos nicht zur Gefahr für Radler werden. Die Bürgersteige werden breiter, die vorhandenen Parkbuchten bleiben bestehen. Tempo 30 und Vorfahrt gelten durchgehend.

Eine Ausweisung von Anwohnerparkplätzen wird es nicht geben, weil der Parkdruck im Quartier laut Stadt „nicht besonders hoch“ sei. Auch Poller in der Fahrbahnmitte werden künftig den Durchgangsverkehr nicht abhalten. Solche Sperren würden Radler ausbremsen und die Feuerwehr beim Erreichen der Hilfsfristen beeinträchtigen. Auch dürfen Fußgänger nicht auf Zebrastreifen hoffen. „Viele Radler sind da heute schon schnell und rücksichtlos unterwegs, man kommt kaum noch rüber“, meinte eine ältere Frau. Gebaut werden soll in kleinen Abschnitten.

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