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"Willi wills wissen“

Willi Weitzel stellt neuen Kinofilm in Münster vor

Generationen von Kindern kennen Willi Weitzel aus der TV-Sendung „Willi wills wissen“. Jetzt kommt sein zweiter Film ins Kino. Dieser heißt „Willi und die Wunderkröte“ und taucht ein in die Welt der Amphibien. Am Sonntag kommt Willi Weitzel zur Filmvorstellung nach Münster.

Von Doerthe Rayen

Willi Weitzel will seiner Freundin Luna, deren Oma Julia und dem Froschteich im Dorf helfen. Deshalb startet Willi in ein Frosch-Abenteuer. Foto: © Majestic/Markus Dietrich/Boris Laewen

Die meisten Menschen finden Frösche und Kröten ekelig. Das denkt Willi Weitzel, der als Reporter, Moderator und Abenteurer für den Bayerischen Rundfunk und den Sender KiKA  im Einsatz und viele Jahre um die Welt gereist ist. Seine Freundin Luna (Ellis Drews) ist da ganz anderer Meinung. Die Elfjährige hält Amphibien für faszinierende Wesen. Eigentlich kein Wunder. Denn ihre Oma Julia (Suzanne von Borsody) ist Amphibienforscherin – und hat die Enkelin mit ihrer ­Begeisterung angesteckt.

Willi kommt nach Münster

Gemeinsam mit Willi möchte Luna den Teich in ihrem Heimatdorf retten, in dem das Mädchen ein Froschbiotop aufbauen will. Die beiden Naturfreunde stoßen auf mächtig viel Gegenwind. Lunas Mitschüler können nicht verstehen, wieso sich die Elfjährige überhaupt für Frösche und Kröten interessiert. Und Bürgermeister Huber (Ferdinand Dörfler) ist der Teich ein Dorn im Auge – weil die Straße zu eng ist.

Willi lernt hier die Oma von seiner Freundin Luna kennen. Die ist Amphibienforscherin und sieht der geheimen Wunderkröte irgendwie ähnlich. Foto: Majestic

Abenteuerreise führt nach Ägypten, Bolivien und Panama

Angestiftet von Luna stürzt sich der Reporter in ein Abenteuer, das ihn nach Ägypten, Bolivien und Panama führt. Er besucht berühmte Froschwissenschaftler wie Martin Jansen, der in Bolivien Mit-Initiator der Forschungsstation „Chichitos“ ist. Dort lernen Willi und seine Fans, dass Frösche nicht einfach nur quaken, sondern rufen. Jede Froschart hat sogar einen eigenen Ruf. Der Wissenschaftler erklärt sehr eindringlich, welche Auswirkungen die Abholzungen und Brandrodungen im Trockenwald im Osten Boliviens haben. „Wir verlieren eine Wildnis mit bisher unbeschriebenen Arten und einzigartige Geräuschlandschaften“, so Jansen.

Fun-Fact

Tatsächlich ist der Film eine Mischung aus Dokumentation und Abenteuer, kombiniert mit der Geschichte von Luna, die sich nicht einschüchtern lässt und für ihren Froschteich kämpft. Es geht um die großen Fragen von Naturschutz, Nachhaltigkeit und der Kraft des gemeinschaftlichen Handelns.

Willi Weitzel

Bei den Dreharbeiten hat Willi seine Angst vor den schleimigen Wesen verloren. Das war eigentlich auch klar. Denn der „Willi-wills-wissen“-Mann mag – natürlich – Amphibien. Er hat auf seiner Reise verschiedene Frösche kennengelernt. Sein Lieblingsfrosch, so erzählt er im Interview, ist der Maki-Frosch. Den hatte er auch mal auf der Hand, bevor der grüne Kerl mit seinen Saugnäpfen einen Baumstamm im Regenwald hochkletterte.

Je mehr Willi über Frösche erfährt, desto mehr ist er überzeugt: Amphibien werden unterschätzt. „Die singen, die pfeifen, die klingen manchmal wie ein Auto, ­einige sind giftiger als jedes andere Gift auf der Welt.“

Vorbereitet hat sich Willi Weitzel auf den Film, indem er sich ein Froschkostüm gekauft hat. Natürlich hat er sich auch ein Buch über Amphibien besorgt und sich eingelesen ins Thema. Bei den Dreharbeiten fand er es besonders spannend, wenn es im Regenwald dunkel wurde. „Dann fangen die Brüllaffen an zu brüllen und irgendwie knistert und knackt es vielerorts.“

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