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Randale im Innenhof des Polizeipräsidiums

„Wir sind laut, weil ihr uns den Opa klaut!“

Münster

Randale vorm Polizeipräsidium: Ein Pulk sehr junger Demonstranten forderte die „Freilassung“ eines ihnen nicht unbekannten Polizeibeamten – mit Erfolg!

Drei sehr junge Demonstranten kämpften mit Trillerpfeifen und Sprechchören für die „Befreiung“ eines Polizeibeamten. Foto: Polizei Münster

Eine Gruppe sehr junger Demonstranten hat vergangene Woche für großes Aufsehen am Polizeipräsidium am Friesenring gesorgt. Laut Mitteilung positionierten sich die Randalierer vor einem Eingang des Polizeigeländes. Innerhalb weniger Minuten waren einige Beamte, hierunter auch eine Gruppe der Einsatzhundertschaft, zur Stelle, um ein gewaltsames Eindringen der Störer zu verhindern.

Die Demonstranten – zwischen einem und neun Jahre alt – hielten Plakate hoch und untermauerten ihre Forderung mit lauten Trillerpfeifen. Dabei riefen sie: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns den Opa klaut!“

"Opa" endlich nach Hause holen

Der skandalöse Hintergrund dieser Versammlung: Seit nunmehr 45 Jahren hielt das Polizeipräsidium Andreas Hanke, Großvater der Demonstranten, als Beamten von seinen Freizeitaktivitäten ab. „Damit soll nun Schluss sein“, forderte Hankes Familie. Der Kopf der Bande war die Ehefrau des Polizeihauptkommissars, Heike Hanke. Sie hatte ihre Familie mobilisiert, um „Opa“ nun endlich nach Hause zu holen.

Andreas Hanke sagt Kollegen tschüss – nach 45 Jahren Dienst bei der Polizei. Foto: Polizei Münster

Der Polizeipräsident zeigte sich einsichtig, händigte seinem Beamten die Personalakte aus und ließ ihn ziehen. „Es geht so viel Wissen“, sagte eine Beamtin, die ihren geschätzten Kollegen sehr vermissen wird. Mit diesem Gefühl stand sie nicht allein da. Alle Kollegen konnten nur schwer mit ansehen, wie Andreas Hanke von seinen Enkelkindern vom Polizeigelände geführt wurde.

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