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Umstrittene Weltmeisterschaft

KCM: „WM-Sponsoren boykottieren“

Münster

Seit Sonntag rollt der Ball bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Das Turnier ist höchst umstritten, Kritik gibt es auch vom KCM in Münster. Die queere Einrichtung ruft zum Boykott auf.

Seit Sonntag läuft die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Foto: dpa/Robert Michael

Scharfe Kritik übt die queere Einrichtung KCM an der Fußball-WM in Katar. Diese sei „ein Sinnbild für den Verkauf von Menschenrechten. Die rechtliche Situation für Frauen, Presse, Gastarbeiter und Homosexuelle ist prekär und entspricht nicht den Werten einer westlichen und aufgeklärten modernen Gesellschaft, sie entspricht nicht einmal den Statuten der Fifa“, heißt es in einer Pressemitteilung.

So lehnen laut KCM Hotels Buchungen homosexueller Menschen kategorisch ab. Homosexualität ist in Katar strafbar. Homosexuelle sind demnach in Katar illegale. Hinzu kommen homophobe Aussagen des WM-Botschafters von Katar, der Homosexualität als psychische Krankheit bezeichnet hat.

KCM: „Geld wichtiger als Menschenrechte“

„Katar missbraucht die WM für die eigene Propaganda und um sich in der Welt ein sauberes Image zu geben. Die Fifa lässt dies zu, geht es doch um viel Geld. Mit der Vergabe der WM an Katar hat die Fifa dem Fußball geschadet und gezeigt, dass der Fifa Geld wichtiger ist als Menschenrechte“, schreibt das KCM weiter.

Die Übertragungsrechte an der WM sind verkauft. Ein Boykott der Übertragung der Spiele mache daher keinen Sinn. Will man die Fifa zu einem Umdenken bei zukünftigen Vergaben der Spiele bewegen, wo bei der Vergabe auch die rechtliche Situation von Frauen, Gastarbeiter, Presse und homosexuellen Menschen ein Vergabekriterium sind, müsse man die Fifa finanziell treffen. So wäre ein Boykott aller Sponsoren und Merchandise-­Artikel zielführender. Schließlich bleibe es eine Gewissensfrage eines jeden einzelnen, ob er die Spiele im TV verfolgen wird – oder nicht.

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