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Übersicht aus dem Jahr 2018

Wo Busspuren in Münster nötig wären

Münster

Münster braucht mehr Busspuren, darin sind sich alle Verkehrsplaner einig. Aber wo? Der pensionierte Chef des Stadtwerke-Busbetriebs, Reinhard Schulte, hat sich darüber mal Gedanken gemacht. 

Klaus Baumeister

Foto: dpa (Symbolbild)

„Der Busverkehr muss verbessert werden.“ Dieser Satz gehört zum Standardrepertoire jedes münsterischen Verkehrspolitikers – von der FDP bis hin zur Linken.

Abseits der allgemeinen Forderungen, die je nach politischer Couleur mit unterschiedlicher Vehemenz vorgetragen werden, fällt aber auf, dass keine konkreten Vorschläge vorliegen, und es überdies auch kein abgestimmtes Konzept gibt, um ein Netz zu erstellen beziehungsweise zu vervollständigen, das zu einer Beschleunigung des Busverkehrs beitragen könnte.

Ein solches Konzept, oder besser gesagt eine Analyse des Busverkehrssystems auf den münsterischen Hauptstraßen, hat unsere Redaktion jetzt gefunden. Sie stammt vom langjährigen, inzwischen im Ruhestand befindlichen Nahverkehrsleiter der Stadtwerke Münster, Reinhard Schulte.

Der frühere Nahverkehrsleiter der Stadtwerke hat das Bussystem analysiert. Foto: Stadt Münster

Er versteht die Übersicht und Einordnung, die er gemeinsam mit dem ÖPNV-Experten Matthias Clemens, einem Masterstudent des münsterischen Verkehrswissenschaftlers Prof. Martin Lühder, erarbeitet hat, als einen Beitrag zur aktuellen Verkehrsdebatte.

Busspuren für Hammer und Wolbecker Straße

Wichtig sind in dem 2018 erarbeiteten, aber laut Schulte bislang wenig beachteten Busspur-Stadtplan vor allem die roten Strecken. Sie markieren Straßenabschnitte, an denen Busspuren fehlen, gleichwohl aber zwingend erforderlich wären, um zu verhindern, dass Busse im Stau stecken bleiben. In diese Kategorie fallen stark frequentierte Achsen wie die Hammer und die Wolbecker Straße.

Zugleich lässt Schulte keinen Zweifel daran, dass Busse an vielen Stellen im Stadtgebiet auch ohne separate Busspur auf Hauptverkehrsstraßen gut vorangekommen (hellgrün markierte Straße). Das Konzept ist damit weit von einer Maximalforderung entfernt und soll als Anregung dienen.

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