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Anmeldung zu digitalen Veranstaltungen

Wochen gegen Rassismus: Haltung zeigen

Münster

52 Veranstaltungen zum Thema Rassismus füllen das Programm der Wochen gegen Rassismus. Sie starten am 14. März mit einer Lesung.

„Rassismus tötet“: Das zeigten auch die Anschläge von Hanau im Jahr 2020. Bei den Wochen gegen Rassismus laden der Integrationsrat der Stadt Münster zusammen mit dem Kommunalen Integrationszentrum ein, Haltung zu zeigen. Foto: Boris Roessler/dpa Foto: Boris Roessler

Unter dem Motto „Haltung zeigen“ laden der Integrationsrat der Stadt Münster und das Kommunale Integrationszentrum vom 14. bis 27. März zur achten Auflage der Wochen gegen Rassismus ein.

Drei Themenbereiche werden im Programm angesprochen. So geht es unter der Überschrift „Empowerment“ um Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Rassismus. Außerdem werden der alltägliche und institutionelle Rassismus thematisiert. Zudem geht es darum, an den gesellschaftlichen Rand gedrängte Stimmen künstlerisch und kulturell ohne die Reproduktion von rassistischen Stereotypen sichtbar zu machen, heißt es in einer städtischen Mitteilung.

Überwiegend digitales Programm

52 Veranstaltungen füllen das überwiegend digitale Programm. „Das zeigt wieder das große Engagement der Stadtgesellschaft gegen Diskriminierung“, freut sich Stadtdirektor Thomas Paal über gelebte Vielfalt.

„Rückmeldungen haben uns bestätigt, dass wir das Thema Rassismus in Münster auf mehreren Ebenen angehen können. Es ist komplex und braucht Auseinandersetzung und Zeit. Die Wochen gegen Rassismus sind eine gute Möglichkeit dafür“, so Dihia Wegmann vom Kommunalen Integrationszentrum.

Rassismus erkennen und bekämpfen

Maria Salinas, Vorsitzende des Integrationsrates, erklärt: „Wir müssen verstehen, dass Rassismus Menschen enorm verletzt. Wir müssen uns sensibilisieren, um Rassismus zu erkennen, anzusprechen und zu bekämpfen. Und: Wir müssen uns stärken, um ein echtes offenes, modernes und interkulturelles Gesellschaftsbild zu erreichen“. In der Auftaktveranstaltung wird am 14. März die schwarze Sozialwissenschaftlerin und Autorin Muna AnNisa Aikins aus ihrem lyrischen Werk „Die Haut meiner Seele“ lesen. Anschließend besteht die Möglichkeit, mit ihr darüber ins Gespräch zu kommen, wie eine rassismuskritische Haltung Teil der persönlichen, institutionellen und strukturellen Praxis werden kann.

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt und wird in die deutsche Gebärdensprache verdolmetscht. Das Kommunale Integrationszentrum, der Integrationsrat, die Integrationsagenturen von Caritas und DRK, das Projekt Europa Brücke Münster plus, die Beratungsstelle „mobim“ (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus), der Deutsche Gewerkschaftsbund und Cinema & Kurbelkiste organisieren die Veranstaltung gemeinsam. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung erbeten bis zum 10. März unter 0251/492 70 96 oder per Mail an Rassismuskritik@stadt-muenster.de (Stichwort „Auftaktveranstaltung“).

Das digitale Programmheft gibt’s auf der Homepage des kommunalen Integrationszentrums.

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