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Neugestaltung des Bremer Platzes noch immer mit Fragezeichen

Wohin mit den Fahrradständern?

Münster

Was passiert am Bremer Platz? Über die Umgestaltung wird schon lange in zahlreichen Gremien debattiert. Vor allem die Frage, wo die Fahrradständer bleiben sollen, ist noch immer nicht geklärt.

Klaus Baumeister

Auf der Ostseite des Hauptbahnhofs soll auch eine Fläche für 400 Radständer geplant werden. Foto: kadawittfeldarchitektur / rendertaxi

Für die geplante Neugestaltung des Bremer Platzes auf der Ostseite des Hauptbahnhofs ist alles geregelt – nur nicht das Wichtigste. So in etwa könnte man die Beratung des Planungsausschusses über einen Tagesordnungspunkt zusammenfassen, der da lautete: „Neugestaltung Bremer Platz – Hinweise aus dem Werkstattverfahren, Quartiersmanagement und Voraussetzungen für die weitere Planung“. Mit sehr hohem Aufwand und großer Bürgerbeteiligung wurde im vergangenen Jahr im Rathaus darüber nachgedacht, wie es am Bremer Platz weiter gehen soll, wenn das aktuelle Bauvorhaben der Firma Landmarken (Projekt Hansator) abgeschlossen ist.

Der Rat will das neue Konzept in der Ratssitzung in der kommenden Woche absegnen, doch per Ergänzungsantrag will das schwarz-grüne Ratsbündnis der Stadtverwaltung eine bislang nicht erledigte Hausaufgabe mit auf den Weg geben. Die Stadtverwaltung soll klären, wo in der neu geplanten Fläche 400 öffentliche und frei zugängliche Radständer untergebracht werden sollen.

„Der Anfang vom Ende“

Der SPD-Ratsherr Ludger Steinmann legte den Finger in die Wunde, als er festhielt, dass die Stadt am Ende des Tages um eine Festlegung nicht drumherum komme.

Der CDU-Ratsherr Horst Beitelhoff indes warnte sogleich: „Wenn wir mitten auf dem Platz 400 Radständer aufstellen, ist das der Anfang vom Ende.“ Und Gerhard Bonn von der Seniorenvertretung warnte vor „neuen Barrieren“ am Bremer Platz.

Standort muss stimmen

Für den Parteilosen Rüdiger Sagel kommt für das freie Abstellen von Fahrrädern nur das Erdgeschoss des Parkhauses Bremer Platz in Frage. Solange die dortige Abstellanlage kostenpflichtig sei, bleibe die Akzeptanz auf niedrigem Niveau. Unterstützung bekam er dabei vom FDP-Ratsherr Jürgen Reuter.

Ganz anders die Position des GAL-Vertreters Jörn Möltgen. Kostenpflichtige Angebote würde sehr wohl angenommen, wenn der Standort stimme. Die erfolgreiche Radstation auf der Westseite des Hauptbahnhofs sei dafür das schlagende Beispiel.

Verwaltung sagt Vorschlag zu

Zum Hintergrund: In dem Gebäudekomplex Hansator ist eine weitere Radstation geplant, die ergänzt werden soll um freie Fahrradständer am Bremer Platz. Dessen Standort ist trotz langer Planung bislang nicht geklärt. Jörg Krause von der Stadtverwaltung sagte zu, dass die Verkehrsplaner nach der Kommunalwahl einen Vorschlag unterbreiten würden.

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