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Nachgeholte Geburtstagsparty und Münsters erste Familienkonferenz

Wohlfühlklima in Berg Fidel

Münster

Geburtstagsfeier mit Verspätung: Wegen der Corona-Pandemie feierte der Stadtteil Berg Fidel den 50. etwas zu spät – eine gute Party wurde es dennoch, bei der auch die Wünsche der Bewohner für ihr Viertel eine Rolle spielten.

Von Helmut P. Etzkorn

Bei der großen Geburtstagsparty „50 + 1“ am Wochenende in Berg Fidel am Begegnungszentrum Lorenz-Süd standen die Kleinsten auf der Bühne im Rampenlicht. Foto: hpe

Es ist ein Geburtstag mit Verspätung, der trotzdem und vielleicht gerade deshalb im Stadtteil viel Begeisterung auslöste. Am Wochenende feierte Berg Fidel „50 + 1“. Für das Organisationsteam um Sonja Mester vom Stadtteilhaus Lorenz-Süd „ein Riesenerfolg“. Und die Stadt erfuhr bei Münsters erster Familienkonferenz am Sonntag, wo den Bürgern der Schuh drückt.

„74 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrem Stadtteil gut bis sehr gut, eine recht hohe Zufriedenheit also“, so Britta Paarmann vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Gewünscht werden Sprachkurse für Frauen, gern auch eine Eisdiele in Berg Fidel und mehr Schwimmkurse für Kinder. Idealerweise in einem städtischen Bad vor der Haustür.

Nicht alles ist rosig

Doch nicht alles ist rosig. „Viele nehmen die Mülltrennung nicht sonderlich ernst und besonders die Sperrgutabfuhr liegt manchmal wochenlang an den Straßen und auf den Wegen rum“, so Frauke Popken vom Stadtplanungsamt zu den ersten Ergebnissen der niederschwelligen Bürgerbefragung mit einem „Tee-Mobil“ in den Straßen Berg Fidels. Auch Tempo 30 werde von den Autofahren in den Wohnstraßen selten eingehalten, darin wird eine Gefahr für die Kinder gesehen. Mehr Sitzgruppen im Grünen und öffentliche Grillflächen stehen ebenfalls auf dem Wunschzettel.

Ein Hit für die Kids beim Stadtteilfest am Wochenende in Berg Fidel: Einmal auf dem Krad der Polizei sitzen. Foto: hpe

Die Anregungen der Konferenz sollen nun in das geplante Stadtteilentwicklungskonzept einfließen.

Bürgermeister Wilfried Stein: „Diese Art der Bürgerbeteiligung ist gelebte Demokratie.“ Und Stadtdirektor Thomas Paal erhofft sich, „den Zugang zu den Menschen zu finden, die hier im Stadtteil leben“.

„Man glaubt, der ganze Ort ist hier. Wir haben so lange geplant, mussten dann wegen der Pandemie alles verschieben und sind nun einfach glücklich, endlich feiern zu dürfen“, lautete das Fazit von Sonja Mester nach zwei kurzweiligen Festtagen. Weil sich fast alle Vereine und Initiativen im Stadtteil vom Fanport Outlaw über die AWO, der Diakone Haus Simeon bis zum USC Münster, der Polizei, den Preußen-Kickern und der Kirchengemeinde St. Josef Süd beteiligten, sei das Bürgerfest für alle Generationen attraktiv und am Ende auch wegen der Vielfalt erfolgreich gewesen.

Wiederholung, bitte!

Schon am Samstagnachmittag, als zeitgleich nebenan die Preußen erfolglos um den Westfalenpokal kickten, waren mehr als die erwarteten 500 Besucher rund um das Begegnungszentrum Lorenz-Süd unterwegs. „Viele wollen nach der langen Zeit, in der man wegen Corona kaum etwas gemeinsam machen durfte, wieder mit Freunden spielen, plaudern oder einfach nur gute Musik hören“, so Mester.

Und egal, ob das Trommelevent, die singenden „Nikoläuse“ oder die Tanzauftritte der Kleinsten – die Mischung stimmt und macht Lust auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.

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