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Ein Denkmal in mehrfacher Hinsicht

Wohn- und Stadtbau hat die Frauenstraße 24 übernommen

Münster

Das Haus Frauenstraße 24 ist in Münster Symbol für den Kampf gegen Wohnspekulantentum. Beim Tag des offenen Denkmals können sich Besucher über die Geschichte informieren.

-kv-

Die ehemals besetzte Frauenstraße 24 ist Teil des Programms beim Tag des offenen Denkmals. Foto: Matthias Ahlke

Die Frauenstraße 24 ist in Münster in mehrfacher Hinsicht ein Denkmal. Das rund 120 Jahre alte Haus steht seit 1980 unter Denkmalschutz, in der Stadt und darüber hinaus ist die jahrelang besetzte „F24“ aber auch ein Symbol für erfolgreichen Widerstand gegen Wohnspekulantentum.

Das Happy-End des Kampfes um die Frauenstraße feierten am Donnerstagabend einige der Beteiligten, die den Übergang des Hauses ins Eigentum der kommunalen Wohn- und Stadtbau vorbereitet und begleitet hatten. Zuvor gehörte das Haus dem früher landeseigenen und seit 2008 börsennotierten Wohnungskonzern LEG. Seit dem 1. August obliegt die Verwaltung des Hauses nun vollständig der Wohn- und Stadtbau.

Theo Sträßer begleitet die Geschichte des Hauses seit seiner Studienzeit Ende der 1960er-Jahre

Einer derjenigen, die hinter den Kulissen den Übergang in kommunales Eigentum vorantrieben, war der langjährige frühere SPD-Fraktionschef Theo Sträßer, der die Geschichte des Hauses 24 seit seiner Studienzeit Ende der 1960er- Jahre aktiv begleitet hat. Aber auch etwa die Wohn- und Stadtbau, die LEG-Mieterinitiative, der Kulturverein „F24“ oder der AStA der Uni als Mieter zogen an einem Strang. Das Haus sei für einen fairen Preis an die Wohn- und Stadtbau verkauft worden, hieß es. Vermietet werden die Wohnungen in dem Altbau zu moderaten Preisen weiter über den AStA an Studierende. Auch die Kneipe im Erdgeschoss ist nun Mieter der Wohn- und Stadtbau.

Beim Tag des offenen Denkmals an diesem Sonntag steht die „F24“ auch als Denkmal der alternativen Stadtgeschichte Besuchern offen. Um 11 und 15 Uhr erzählen dort der ehemalige Sprecher der Hausgemeinschaft, Bernd Uppena, und Theo Sträßer aus der Vergangenheit des Hauses.

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