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Nachrichten Münster

Wohnhof Deltrup eint Generationen

Jennifer von Glahn

Münster-Gremmendorf - Der Gemeinschaftscharakter ist die Grundfeste dieser neuen Wohnanlage. Es war also nicht überraschend, dass der Großteil der zukünftigen Mieter des „Wohnhof Deltrup“ am Dienstag Nachmittag zum ersten Spatenstich gekommen war. Gemeinsam rammten die Bewohner in spe die Spaten in den lehmigen Boden des Baugeländes am Wilhelm-Holthaus-Weg und schippten ein bisschen Erde um. Insgesamt 17 Wohnungen entstehen hier ab sofort, Bauherr des Mehrgenerationenwohnen in Gremmendorf ist die städtische Wohn- und Stadtbau.

Das Besondere: Die zukünftigen Mieter waren schon vor Beginn der Planungsphase, die insgesamt zwei Jahre andauerte, an dem Projekt beteiligt. Größe, Lage und Ausstattungen der gewünschten Wohnungen konnten so individuell an die Wünsche der Bewohner angepasst werden.

1394 Quadratmeter Wohnfläche entstehen auf der 2400 Quadratmeter großen Grundstücksfläche. Sämtliche Eingänge des „Wohnhofs Deltrup“ sollen zu einer Seite ausgerichtet sein. „So kann man gemeinschaftlich miteinander Leben, sich aber auch mal zurückziehen“, erklärt Michael Toddenroth, Leiter der Hausverwaltung Wohn- und Stadtbau, das Konzept. Menschen jeden Alters werden hier unter einem Dach leben. Eine Extrawohnung soll allen Mieter als Treffpunkt innerhalb der Wohnanlage dienen.

„Die Älteren können auf die Kinder aufpassen und die Jüngeren mal beim Einkaufen helfen“, sieht Toddenroth in dem Mehrgenerationenwohnen durchaus auch ein Modell, das Zukunft hat. Entsprechend hatte die Mietgemeinschaft auch den Namen der Wohnanlage selbstständig ausgewählt. „Wohnhof“ soll den fast bäuerlichen Charakter wiedergeben, der nicht zuletzt das künftige Zusammenleben prägen soll.

Der Bezirksbürgermeister Süd-Ost, Michael Klenner, sieht in dem Bau auch einen ersten Schritt in Richtung eines der politisch erstrebenswerten Ziele in Gremmendorf: die Förderung generationsübergreifender Wohngemeinschaften. „Dieses vielfältige Wohnangebot macht ganz neue Nachbarschaften möglich“, beschrieb Klenner da Pionierhafte der Anlage.

Zwölf der 17 Wohneinheiten, die zwischen 47 und 123 Quadratmeter Wohnfläche bieten, sind öffentlich gefördert, fünf weitere frei finanziert. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund drei Millionen Euro.

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