1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Awo fordert mehr preisgebundene Wohnungen

  6. >

Wohnungsmarkt

Awo fordert mehr preisgebundene Wohnungen

Münster

Es gibt keine Wohnungen. Und wenn, sind sie zu teuer. Die Awo meint, dass viel mehr preisgebundene Wohnungen gebaut werden müssen.

Wohnraum ist in Münster viel zu teuer. Es müsse deshalb mehr preisgebundenen Wohnraum geben, fordert die Awo. Foto: Melissa Erichsen/dpa Foto: Melissa Erichsen

„Der Wohnungsmarkt ist aus den Fugen. Die Nebenkosten sind zu hoch. Es gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum in Münster!“ Helmut Hamsen, Vorsitzender des Awo-Kreisverbandes Münster, weist daraufhin, dass nicht nur wegen der aktuell drastisch steigenden Energiekosten der Wohnungsmarkt in Münster „keine Balance“ mehr habe.

Familien und Alleinstehende mit kleinem Einkommen seien dauerhaft mit den Wohnkosten überlastet. Hamsen: „Es sind nicht nur die zu geringen Einkünfte aus Arbeit und Rente, sondern auch der bezahlbare Wohnraum, der in Münster in hohem Maße fehlt und die Mieten immer weiter in die Höhe treibt.“

„Neue Wohnungen sind unbezahlbar“

Der Neubau mietpreisgebundener Wohnung sei seit Jahren viel zu gering, während gleichzeitig immer mehr Wohnungen aus der Preisbindung gefallen seien. „Wo in den alten Stadtquartieren neu gebaut werde, sind es in oft eher hochpreisige Wohnungen, die schon mit einem durchschnittlichen Arbeitseinkommen nicht bezahlbar sind.“

Münsters Awo fordert daher laut Pressemitteilung, bei Wohnungs- und Gebäudesanierungen sowie für Neubauten die Quote von mietpreisgebundenen Wohnungen zu erhöhen. Gleichzeitig müsse durch eine Milieu­schutzsatzung in Stadtquartieren wie Pluggendorf, Hansa-, Huberti- und Südviertel oder Uppenberg der Gentrifizierung Einhalt geboten werden.

In den Außenstadtteilen gebe es zu wenig Anreize und oft „keine geeigneten Alternativen für ältere Menschen, aus ihren zu groß gewordenen Eigenheimen“ in eine altersgerechte Wohnung umzuziehen.

Startseite