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Dialogtag auf dem Prinzipalmarkt

Wunschzettel für die Innenstadt

Münster

Wie sieht Münsters Innenstadt der Zukunft aus? Um zu dieser Frage gemeinsam mit Bürgern und auch Gästen der City ins Gespräch zu kommen, veranstaltete die Stadt Münster am Samstag unter dem Motto „Stadt.Raum.Leben – Münsters Mitte machen“ einen ersten Dialogtag.

Von Luca Pals

Der Austausch mitten auf dem Prinzipalmarkt stand unter dem Motto „Stadt.Raum.Leben – Münsters Mitte machen“. Foto: Oliver Werner

„Aktueller kann das Thema in Münster gar nicht sein“, merkt Eva Jazdzejwski von Münster Marketing an und freut sich im gleichen Atemzug, dass „so viele unser Angebot annehmen.“ Ihre Pluspunkte: Samstagmittag, schönes Herbstwetter und damit eine volle Innenstadt – die äußeren Umstände boten beste Bedingungen für den Dialogtag mitten auf dem Prinzipalmarkt. Unter dem Motto „Stadt.Raum.Leben – Münsters Mitte machen“ lud die Stadt zu einem Informations- und Austauschstand ein. Auf einer interaktiven Stadtkarte konnten Interessierte gezielt ihre Wünsche vorbringen.

Auch ein Stadtspaziergang mit einer Rollstuhlfahrerin habe viele Eindrücke aus anderer Perspektive geboten, berichtete Bernadette Spinnen aus dem Organisationsteam. Genau hierin soll die Stärke des Dialogtages sein, der den ganzen Samstag lang zahlreiche Münsteraner sowie Besucher aus der Umgebung und Urlauber anzog: „So viele unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen wie nur möglich zusammenbringen – das ist unser Grundgedanke“, berichtet Jazdzejwski im Gespräch mit unserer Zeitung. Neben zahlreichen Wünschen und Vorschlägen seien auch viele positive Worte über den Ist-Zustand der Innenstadt gefallen. Wo diese anfängt und aufhört, darüber gehen die Meinungen auseinander, sagt Susann Hollbach, die die interaktive Karte begleitet: „Für manche gehört der Aasee dazu, für andere geht die Innenstadt nur bis zur Promenade. Auch das ist für unsere Auswertung spannend.“

Die Auseinandersetzung mit den Meinungen und Anregungen soll in erster Linie Schwerpunkte herausstellen, an vielen Stellen ist hier der Verkehr auszumachen: Autofreie Innenstadt? Was passiert mit den Parkhäusern? Oder: Beschwerden zu den Bussen, die den Prinzipalmarkt befahren: „Zu dem Thema kann natürlich jeder etwas sagen“, zieht Jazdzejwski gegen Mittag ein erstes Fazit. Die Idee, alle Beteiligten zusammenzubringen, stehe allerdings im Vordergrund: „Viele wünschen sich auch, dass der Umgang zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern sich verändert – aktuell ist es eher ein Gegeneinander.“

„Autoarm oder gut erreichbar?“ heißt es in einer der Thesen am Infostand. Stadtbaurat Robin Denstorff: „Bei uns soll das Und im Vordergrund stehen, sprich der Gedanke, dass vieles mit einander zu verbinden ist und es aktuell keine singulären Themen gibt.“ Ihm ist wichtig, dass eine Innenstadt mit weniger Autoverkehr zusätzliche Qualitäten und Stärken bieten könnte, was aktuell schon in dem ein oder anderen Verkehrsversuch zu sehen sei.

Nach der Auswertung der Daten von Samstag wollen die Verantwortlichen in den kommenden zwei Jahren weiter arbeiten, der Dialogtag war der Anfang.

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