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Sturm in Münster

"Ylenia" verursacht nur kleinere Schäden

Münster

Abgebrochene Äste, lockere Dachpfannen, umgeknickte Bäume - aber keine schweren Schäden: Dem Sturm „Ylenia“ ging schneller die Puste aus als erwartet. Polizei und Feuerwehr sprechen von einer "glimpflichen" Nacht. Ein Taxifahrer hatte Glück im Unglück. 

Von Pjer Biederstädt

Durch den Sturm fielen Fahrräder und - wie hier im Bild - Motorroller um. Foto: Matthias Ahlke

Zu 37 witterungsbedingten Einsätzen ist die Feuerwehr Münster in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (17. Februar) ausgerückt, wie Romanus Kampert vom Lagedienst mitteilt. Dies seien deutlich weniger gewesen als die Feuerwehr angesichts der Sturmprognosen erwartet hatte. 

Viel passiert sei nicht. Die Wehrleute hätten vornehmlich mit abgebrochenen Ästen, entwurzelten Bäumen und losen Dachpfannen zu tun gehabt. Die Lage habe sich am Morgen schnell beruhigt. Es habe keine Verletzten und keine schweren Schäden gegeben, so Kamperts Bilanz um kurz nach 10 Uhr am Donnerstagmorgen.

Baum stürzt auf besetztes Taxi

Glück im Unglück hatte ein Taxifahrer. Auf dem Schiffahrter Damm fiel ein umgestürzter Baum auf die Motorhaube seines Fahrzeugs. Er blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.

Die Polizei rückte nach eigenen Angaben wegen des Strums 42 Mal aus, um Baustellenschilder, Äste und Warnbaken von den Straßen zu räumen. 

In der Nacht fiel am Schifffahrter Damm ein Baum auf die Motorhaube eines Taxis. Foto: Polizei Münster

An der Messstation des Deutschen Wetterdienstes am Flughafen Münster/Osnabrück wurden Böen mit bis zu  104 km/h gemessen. Die Messstation der Universität im Westen der Stadt registrierte mehrere Spitzenböen der Stärke 10 (zwischen 90 bis 102 km/h) am frühen Donnerstagmorgen. Die mittlere Windgeschwindigkeit lag zwischen Mitternacht und Donnerstagmorgen bei 7 (50 bis 60 km/h).

Starke Beeinträchtigungen im Bahnverkehr

Starke Behinderungen gab und gibt es auch auf einzelnen Regional- und Fernverkehrstrecken der Bahn. Auf den Linien RB 64 (Münster-Gronau-Hengelo) und RB 63 (Münster-Coesfeld) verkehren nach wie vor keine Züge. Derzeit führe man sogenannte Erkundungsfahrten durch, um die Strecke auf Schäden zu kontrollieren, sagte ein Sprecher der Bahn auf Anfrage unserer Zeitung. Im Laufe des Nachmittags soll der Zugverkehr wieder aufgenommen werden. 

Lange gesperrt war der Bahnverkehr zwischen Düsseldorf-Münster-Osnabrück (RE 2), seit 12 Uhr sei die Strecke aber wieder frei, so der Bahnsprecher. 

Im Fernverkehr gebe es weiterhin Zugausfälle, weil derzeit keine Züge Richtung Norden führen. 

Die Eurobahn hat ihren Betrieb weitestgehend eingestellt. Laut Homepage fahren auf den Linien RB 50 (Münster-Dortmund), RB 65 (Rheine-Münster), RB 66 (Münster-Osnabrück), RB 67 (Bielefeld-Warendorf-Münster) und RB 89 (Münster-Warburg) bis in die Abendstunden keine Züge.

Schüler und Schülerinnen bleiben zu Hause

Unterdessen blieben die Schülerinnen und Schüler in Münster wie in ganz NRW wegen des Sturms zu Hause.

Die Freiwillige Feuerwehr Handorf musste in der Nacht zu Donnerstag einmal ausrücken. „Ein Baum war auf die Fahrbahn der Dyckburgstraße gestürzt“, berichtet Löschzugführer Stefan Probst. Verletzt wurde dabei niemand, der Baum wurde zur Seite geräumt. Ansonsten sei die Nacht „relativ ruhig“ gewesen, sagt Probst am Donnerstagvormittag.

Unwetterwarnung aufgehoben

Laut Deutschem Wetterdienst hat sich die Lage vorerst beruhigt. Die Unwetterwarnung wurde aufgehoben, es bleibt eine Warnung vor Sturmböen bis 15 Uhr bestehen, danach gibt es noch Windböen, die sich weiter abschwächen. Es bleibe auch in den nächsten Stunden und Tagen stürmisch. 

Wälder nicht betreten!

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