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Missbrauchsfall Münster

Zehn Verurteilte als Zeugen im Prozess gegen Sabrina K.

Münster

Männer, die den Sohn von Sabrina K. schwer sexuell missbraucht haben, sind in der kommenden Woche als Zeugen geladen. Die Mutter des Jungen muss sich selbst wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern verantworten.

Von Dirk Anger

Im Prozess gegen Sabrina K. aus Münster sollen in der kommenden Woche zehn wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilte Männer als Zeugen aussagen. Foto: Oliver Werner

Wenn der Prozess gegen Sabrina K. aus Münster wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern am Dienstag und Donnerstag kommender Woche fortgesetzt wird, sind gleich zehn teils inzwischen rechtskräftig verurteilte Kinderschänder aus dem Missbrauchskomplex Münster als Zeugen geladen.

Mit Spannung wird am Dienstag insbesondere die Aussage von Yunus C. erwartet. Der inzwischen 28 Jahre alte Student aus Aachen wurde im März vom Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Er hatte unter anderem die Angeklagten im Prozess rund um Adrian V., der als Schlüsselfigur im Missbrauchskomplex Münster gilt, belastet. Nicht zu letzt aufgrund seiner Aussagen verhafteten die Ermittler schließlich auch Sabrina K., deren Sohn am häufigsten missbraucht worden ist.

Nutzen Verurteilte ihr Auskunftsverweigerungsrecht?

Am Dienstag sind neben dem zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren plus Sicherungsverwahrung verurteilten Adrian V. auch Thomas S., Enrico L. und Marco S. aus dem größten Verfahren im Missbrauchskomplex als Zeugen geladen. Ihnen steht aber ein Auskunftsverweigerungsrecht zu, um sich nicht selbst zu belasten.

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