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Kritik vom Mieterverein

Zu wenig neuer Wohnraum in Münster

Münster

Die Corona-Krise hat auch den Bau neuer Wohnungen in Münster ausgebremst. Dafür gibt es jetzt Kritik vom Mieterverein Münster. Die Forderung des Vereins sind deutlich.

wn

Nach Angaben des Mietervereins wird in Münster zu wenig neuer Wohnraum geschaffen. Foto: dpa (Symbolbild)

Der Mieterverein Münster und Umgebung fordert in einer Pressemitteilung, trotz der Corona-Krise die Wohnungsnot der Mieter nicht zu vergessen. „Das Ziel, die zur Entlastung des Wohnungsmarktes notwendigen 2000 neuen Wohnungen pro Jahr in Münster zu bauen, ist mit 1749 Fertigstellungen im Jahr 2019 bei weitem nicht erreicht worden“, betont der erste Vorsitzende Hubert Berning. Daher verlangt er die schnellstmögliche Erschließung und Vermarktung der Kasernengelände durch „Konvoy“ und die der anderen geplanten Stadtteilerweiterungen durch die Stadt.

Ferner fordert der Mieterverein mehr bezahlbaren Wohnraum. Dies betreffe vor allem barrierefreie Wohnungen und den öffentlich geförderten Wohnungsbau. 2002 gab es noch 11  897 Sozialwohnungen, während der Bestand 2019 auf 8365 Wohneinheiten abgeschmolzen sei. Dieser Trend wurde auch mit 325 neuen Sozialwohnungen in 2019 nicht gestoppt, heißt es. Die Bindungsfristen für geförderte Wohnungen von 20 bis 25 Jahren seien laut Berning viel zu kurz. „Wir brauchen neben der Wohn- und Stadtbau eine Kommunale Wohnungsgenossenschaft und andere gemeinwohlorientierte Träger“, sagt Hubert Berning.

Zur dauerhaften Entlastung auf dem Wohnungsmarkt ist er weiter der Auffassung, dass ein neuer Stadtteil für Münster unentbehrlich sei. Damit dies gelingen kann, müsse auch der Zeitraum zwischen einem Bauantrag und der Erteilung einer Baugenehmigung dringend verkürzt werden.

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