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Arbeiter-Samariter-Bund feiert Jubiläum

Zum 50. Geburtstag: ASB plant Campus-Neubau

Münster

Seit 50 Jahren ist der ASB in Münster aktiv. Zum runden Geburtstag macht die Organisation sich selbst ein ganz besonderes Geschenk: Am Höltenweg soll ein neuer „ASB-Campus“ entstehen.

Von Helmut P. Etzkorn

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurde im Rathaus der 50. Geburtstag des ASB gefeiert. Foto: hpe

Seit fünf Jahrzehnten ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) unter dem Motto „Wir helfen – hier und jetzt“ in Münster und der Region engagiert. Zum 50. Geburtstag macht sich nun die Hilfsorganisation selbst das größte Geschenk: Am Höltenweg soll schon bald ein „ASB-Campus“ entstehen.

„Wir platzen aus allen Nähten und mussten ganze Verwaltungsabteilungen auslagern. Für zahlreiche Fahrzeuge findet sich kein Platz mehr in der aktuellen Halle, zusätzliche Freiflächen mussten angemietet werden“, so André Weber, Vorstandsvorsitzender im ASB-Regionalverband Münsterland, am Samstag bei einem Festakt zum Jubiläum im Rathaus-Festsaal.

Der Campus, für den „zeitnah ein Kaufvertrag unterzeichnet wird“, soll alle Angebote und Abteilungen an einer Stelle zusammenführen. Es wird größere und moderne Fahrzeughallen geben und ein Katastrophenschutz-Zentrum angegliedert. Auch eine Großküche mit Restaurant und eine neue Wache sind am Höltenweg geplant.

Neuer Campus als „Projekt für die Zukunft“

Weber: „Ein Projekt für die Zukunft, ein Projekt aber auch für unsere Stadt und die Bürger. Ein Kompetenzzentrum für alle sozialen, kulturellen und medizinischen Angelegenheiten, die wir als ASB mit unserem breiten Leistungsspektrum für unsere Gesellschaft abdecken.“ Von der Stadt Münster erhofft sich Weber für das Vorhaben „Zuspruch und Motivationshilfe“.

Stadtrat Wolfgang Heuer dankte dem ASB für seine „fundamentale Antwort auf aktuelle Krisen, den Einsatz für Demokratie und das Engagement für alle, die schwächer sind“. Pandemie, Jahrhundert-Flut in der Eifel und die Ukraine-Krise haben laut Heuer Auswirkung auch auf die Neuaufstellung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland.

Heuer dankt Ehrenamtlichen

Es sei „naiv, diese Dinge jetzt auszublenden“, so der städtische Krisenstabschef. Beim ASB schätze er besonders „die Leidenschaft der Mitarbeiter“. Die vier münsterischen Hilfsorganisationen, die sich vor Jahren zum „Bündnis für Münster“ zusammengeschlossen haben, sind inzwischen (auch dank Heuers Initiative) in die kommunale Notfallrettung der Feuerwehr integriert. Heuer dankte allen Ehrenamtlichen für die gute Zusammenarbeit.

Vor zahlreichen Ehrengästen der eigenen Organisation, der Feuerwehr, befreundeter Verbände und Vertretern der Stadt schilderte Weber die Meilensteine der Entwicklung von einer kleinen Schar an jungen Helfern hin zu einer Hilfsorganisation mit einem breitgefächerten Einsatzportfolio und mehr als 1000 Mitarbeitern in der Region.

1972 Start mit einem Sanitätsdienst

Ab 1972 wurde zunächst ein medizinischer Sanitätsdienst aufgebaut, anfangs gehörte sogar ein Intensivtransporthubschrauber am Flughafen Münster-Osnabrück zum ASB. Die mobile Alten- und Krankenpflege wurde ausgebaut, inzwischen gibt es Erste-Hilfe-Kurse speziell für Kindernotfälle und neuerdings auch bei Gesundheitskrisen am Hund.

Am Bahnhof wurde das Hotel Marco Polo zu einem Inklusionsbetrieb umgestaltet, im barrierefreien Gebäude sind auch behinderte Mitarbeiter aktiv. Während der Pandemie schaffte sich der ASB einen eigenen Impf- und Testbus an, um die Menschen in den Stadtteilen quasi vor der Haustür piksen zu können. Ein eigenes Hebammenmobil ist in den Flutgebieten der Eifel im Einsatz. Aktuell kümmert man sich, wie schon 2015, um Kriegsflüchtlinge.

„Wir sind auch künftig jederzeit da für alle, die unsere Unterstützung und Hilfe brauchen“, so Weber.

50 Jahre ASB in Münster

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