1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Zuversicht trotz schwieriger Zeiten

  6. >

Verein der Kaufmannschaft zieht Bilanz

Zuversicht trotz schwieriger Zeiten

Münster

Die Herausforderungen durch Krieg und Corona sind groß: Der Verein der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 setzt all dem aber Zuversicht entgegen – auch mit Blick auf den Nachwuchs.

Von Dirk Anger

Dr. Simone Schehka, Geschäftsführerin des Allwetterzoos, führte die Mitglieder des Vereins der Kaufmannschaft über die Baustelle der im Bau befindlichen Meranti-Halle, darunter der Vorsitzende Dr. Benedikt Hüffer (5.v.l.). Foto: Oliver Werner

Entweder klatschten die Mitglieder anerkennend Beifall oder die Störche klapperten hoch oben auf ihrem Zuschauerposten: In der besonderen Kulisse des Allwetterzoos hielt der Verein der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 in einer harmonischen Mitgliederversammlung Rückschau auf das abgelaufene Corona-Jahr 2021.

Anders als in diesem Jahr musste das Kramermahl damals abgesagt werden, und auch die Ehrung der besten Auszubildenden konnte nicht stattfinden, wie der Vorsitzende Dr. Benedikt Hüffer ausdrücklich bedauerte – „sehr schade“. Am 9. November 2022 hofft man indes, die Traditionsveranstaltung gemeinsam mit der Industrie- und Handwerkskammer wieder stattfinden zu lassen.

242 Mitgliedsbetriebe im Verein der Kaufmannschaft

Dr. Hüffer erinnerte an den „sehr guten“ Austausch mit dem Sprecher der größten Fraktion in der Ratskoalition, Christoph Kattentidt (Grüne), im vergangenen Jahr. Dieser intensive Austausch von Rat, Verwaltung und Kaufmannschaft bleibe wichtig und wertvoll.

Aktuell hat der Verein der Kaufmannschaft zu Münster 242 Mitgliedsbetriebe. Wegen der begrenzten Plätze für das Kramermahl soll sich die Zahl künftig weiter in dieser Größenordnung bewegen.

Große Herausforderungen für die Wirtschaft

Angesichts von aktuellen Lieferkrisen und Fragen der Energieversorgung habe man ein noch spannenderes Jahr als 2021 vor sich, sagte der Vorsitzende. Es gehe darum zu verhindern, dass Deutschland als führendes Industrieland nachhaltig geschädigt werde.

Finanziell ist bei dem Traditionsverein unterdessen alles im Lot. Es sei eine Freude, die Bücher zu prüfen, meinte Rechnungsprüfer Klaus-Peter Richter, im Hauptberuf Sparkassen-Chef. Bei der Stiftung der Kaufmannschaft ist der Kassenbestand konstant, weil nach den Worten von Tilmann Winkhaus im vergangenen Jahr keine Projekte gefördert wurden.

Führung über die Baustelle der Meranti-Halle

Zoodirektorin Dr. Simone Schehka nutzte die Gelegenheit, bei einer Führung über die Baustelle der Meranti-Halle die „Tropen im Herzen Münsters“ vorzustellen und um Unterstützung zu werben. Dass der „leichte Investitionsstau“ angegangen worden sei, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende des Allwetterzoos, Dr. Ludger Hellenthal. „Ein großes Leuchtturmprojekt für die ganze Region“, lobte der Vorsitzende der Kaufmannschaft zu Münster angesichts dieser Nachrichten von der Sentruper Höhe.

Startseite
ANZEIGE