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„Münsterhack“ kreiert auch in diesem Jahr viele praktische Lösungen für den Alltag

Zwei Tage Zeit zum Welt verbessern

Münster

Blutspenden organisieren oder Standorte für Photovoltaik auf Dächern identifizieren: Beim fünften „Münterhack“ am Freitag und Samstag zeigten nicht nur die siegreichen Projektgruppen, wie der Alltag mittels digitaler Lösungen einfacher und im Idealfall auch lebenswerter werden kann. Doch damit ist die Arbeit selbst der ausgezeichneten Teams noch nicht getan

Von Jan-David Runteund

Zum Abschluss versammelten sich alle Teilnehmer des Wettbewerbs zum Gruppenbild. Foto: Jan-David Runte

In einem sind sich die Teilnehmer des „Münsterhacks“ einig: Sie wollen ihre Stadt lebenswerter machen. Ihre Ideen dazu sind jedoch völlig unterschiedlich. Ein soziales Netzwerk für Familien, eine Blutspende-App oder eine App, mit der sonnige Stellen in Münster angezeigt werden – alles Projekte, in denen nun zwei Tage intensiver Arbeit stecken.

Die meisten der 105 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Programmierer – logisch, wo es ja um digitale Lösungen zur Stadtverbesserung geht. Doch es gibt auch Teilnehmer, die mit Hacken oder Coden gar nichts anfangen können und sich als Experten mit ihrer fachlichen Expertise für bestimmte Themen einbringen.

90 Sekunden für Vorstellung

Am Freitagmorgen hatte jeder 90 Sekunden Zeit, seine Idee für ein lebenswer­teres Münster vorzustellen. Dann formten sich die Teilnehmer zu Teams und arbeiteten an den Projekten, die sie besonders interessierten. Oft kennen sich die Teammitglieder gar nicht richtig.

„Die Organisation im Team geht aber super schnell“, sagt Alexander Sommer, einer der Organisatoren des „Münsterhacks“. Besonders Studierende können von erfahrenen Programmierern viel lernen. Nach zwei arbeitsreichen Tagen stellten die elf Teams ihre Prototypen einer Jury und dem Publikum vor.

Bei der anschließenden Preisverleihung wurden dann gleich fünf Preise verliehen: der Publikumspreis, der Mentorenpreis und ein erster bis dritter Platz von einer fachkundigen Jury.

Blutspende am UKM digitalisieren

Der dritte Platz des „Münsterhacks“ ging an das Team der Blutspende-App. Sie wollen die Blutspende am UKM digitalisiert über eine App gestalten – inklusive Benachrichtigung, wenn man wieder spenden darf.

Platz zwei erhielt das Team „Nestwerk“. Mit seinem sozialen Netzwerk sollen Familien miteinander in Kontakt gebracht werden. Beispielsweise mit Erziehungstipps oder einfach nur zum Austausch mit Gleichgesinnten.

„Solar Finder Engine“ gewinnt

Für den ersten Platz erkor die Jury das Team „SoFIE“ aus. SoFIE steht für „Solar Finder Engine“ und soll durch maschinelles Lernen Dachflächen erkennen, die besonders für Solaranlagen geeignet sind. Nachhaltigkeit und Klimaschutz liegen vielen Teams am Herzen.

Die Ergebnisse sind immer erst der Anfang einer langen Projektentwicklung. Daher können sich die Teams, die an ihren Ideen weiterarbeiten möchten, für ein Nachbetreuungsprogramm bewerben. So werden sie bei der Fertigstellung ihres Projektes unterstützt.

Bis Anwendungen wirklich betriebsbereit sind, kann es Monate bis Jahre dauern. Ihren Anfang nahmen sie aber in der 90-sekündigen Vorstellung beim „Münsterhack“.

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