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Sommerfest der Bezirksregierung

Zwischen gestern und heute: Wüst und Feller am Domplatz

Münster

Dorothee Feller als Gast in der Bezirksregierung Münster. Das ist schon ungewohnt. Die bisherige Behördenleiterin ist seit kurzem Schulministerin in NRW - und kam darum zum Sommerfest, zu dem sie noch selbst eingeladen hatte, nur als Besucherin. Mitgebracht aus Düsseldorf hatte sie Ministerpräsident Hendrik Wüst. 

Von Elmar Ries und Pjer Biederstädt

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Dorothee Feller, jetzt Schulministerin, zuvor Regierungspräsidentin in Münster. Foto: Elmar Ries

Eingeladen zum Sommerfest der Bezirksregierung hatte Dorothee Feller noch als Regierungspräsidentin. Zur Feier am Donnerstagabend in Münster kam sie als Gast. Feller ist inzwischen Schulministerin in NRW, der Posten der Behördenleitung ist noch vakant. Also begrüßte Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers die Gäste im Allgemeinen – und besonders seine ehemalige Chefin.

Das Wetter spielte mit, der Sommerabend war launig. Der Festredner auch: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst stattete Münster einen Besuch ab.

Zuvor hatte sich der CDU-Politiker in Münster das im Aufbau begriffene Heimatschutzregiment der Bundeswehr angeschaut. Das soll im Laufe des nächsten Jahres mit bis zu 700 Reservisten die aktive Truppe entlasten. „Hochmotivierte Profis“ seien am Werk, sagte Wüst nach der Visite.

Eine Stunde später lobte er zuerst Feller und ihre Arbeit als Regierungspräsidentin und freute sich über ihren Wechsel ins Kabinett – „Danke, dass du den Sprung gewagt hast“. Danach warf er einen Blick ins Land. Sei es die Corona-Pandemie, seien es die Folgen des Ukraine-Krieges: Geschickt verband er die Problemlagen mit einem Dank an diejenigen, die sich damit aktiv auseinandersetzen, nach Lösungen suchen. Beispielsweise die Bürger und Kommunen, die bislang 200 000 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen haben. Oder Behörden, die sich des Themas Energieversorgung und Energiesicherheit annehmen.

Klar, dass der Ministerpräsident auch den Klimaschutz ansprach. Weil der wichtig ist. Und er nun mal in einer Koalition mit den Grünen regiert. Ein Beispiel für die neue Politik: Die Bezirksregierungen werden mit der Aufgabe betraut, große Konzentrationsflächen für Windräder auszuweisen. „Auch dort, wo das bisher nicht ging“, so Wüst, der damit am Ende geschickt den Bogen schlug zu der Behörde, die ihn eingeladen hatte.

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