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Reihe „A-Z Architekten“ widmet sich am Mittwoch Werner March

Zwischen Olympia und Wiederaufbau

Münster

„Sein“ Olympiastadion in Berlin ist weltberühmt. Doch der Architekt Werner March hat auch in Münster Spuren hinterlassen. Etwa mit dem Wiederaufbau des Landeshauses. In der Reihe „A-Z Architekten“ werden sein Werdegang und Wirken am Mittwoch vorgestellt.

Landeshaus in Münster: Wiederaufbau durch Werner March Foto: Jean-Marie Tronquet

Das Landeshaus am Mauritztor gehört für viele heute zum vertrauten Stadtbild. Kaum bekannt dagegen ist die bewegte Geschichte dieses Ortes, der im Wiederaufbau durch den Architekten Werner March nahezu neu entstand.

Ebenso schicksalsreich ist die Biografie des Architekten, der erstmals 1936 durch das Berliner Olympiastadion weltweit wahrgenommen wurde. Der BDA Münster-Münsterland lädt daher in seiner Reihe „A-Z Architekten“ alle Architekturinteressierten am Mittwoch (3. November) um 19 Uhr zum einem besonderen Architekturabend in den Plenarsaal des Landeshauses ein.

Nach Grußworten der LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und des BDA-Vorsitzenden Martin Behet wird der Architekt und Journalist Stefan Rethfeld Leben und Werk des Architekten vorstellen.

Sohn einer bedeutenden Architektenfamilie

Als Sohn einer bedeutenden Architektenfamilie wuchs Werner March in Berlin auf. Die vom Vater Otto March initiierte Städtebauausstellung zu „Groß-Berlin“ (1910) prägte ihn so nachhaltig, dass er beschloss, Architektur zu studieren.

Zunächst in Dresden, ab 1912 in Berlin belegte Werner March bau-, stadtbau- und kunstgeschichtliche Fächer. Kriegsbedingt erfolgte sein Diplomabschluss erst 1919 bei German Bestelmeyer.

Eine Reichsbank-Siedlung, verschiedene Landhäuser und Industriebauten folgten, bis er 1926 zusammen mit seinem Bruder Walter den Ideenwettbewerb für ein Deutsches Sportforum gewann. Aus diesem sollte sich bis 1936 das Reichssportfeld mit dem bekannten Olympiastadion entwickeln, das seine Vorbilder in Europa (Städtisches Stadion in Florenz, Pier Luigi Nervi, 1932, u.a.) und Amerika suchte.

Behutsame städtebauliche Planungen

Im Wiederaufbau galt sein Interesse dagegen behutsamen städtebaulichen Planungen, zu denen auch das Landeshaus (1948-1954) in Münster zählte. Während der Weg von Berlin nach 1945 zunächst nach Westfalen führte, beschlossen nur wenig später internationale Aufträge wie das Antiken-Museum in Bagdad (1952-1956) und ein Sportstadion mit Stadtteilplanung in Kairo (1953-1960) das biografisch schicksalhafte Werk.

Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung per Mail erforderlich: bda-muenster@hehnpohl.de. Bitte 3G-Regel beachten. Der Eintritt ist frei.

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