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Betrugsmasche "Love-Scamming"

Angeblicher Arzt erschleicht sich Geld von Rheinenserin

Kreis Steinfurt

Eine Rheinenserin ist Opfer eines Inernetbetrugs geworden. Den Täter lernte sie über ein Online-Spiele-Portal kennen. Jetzt ermittelt die Polizei. 

Die Polizei warnt vor Betrug im Internet. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Alles begann zunächst unverfänglich in einem Online-Spiele-Portal. Dort lernte die 63-jährige Rheinenserin vor einigen Monaten den Täter kennen, wie die Polizei berichtet.

Mit schmeichelhaften Nachrichten sei es dem vermeintlichen Arzt gelungen, sich seinem Opfer emotional zu nähern. Die beiden tauschten ihre Handynummern aus und intensivierten ihren Kontakt über einen Messenger-Dienst.

Schließlich forderte der Unbekannte sie auf, ihm Codes von Guthabenkarten zu senden, um weiter Kontakt halten zu können.

Tochter erkannte den Betrug

Nachdem das Opfer bereits Codes im Wert eines hohen vierstelligen Betrages an den Unbekannten übermittelt hatte und dieser daraufhin weitere Forderung stellte, bat das Opfer ihre Tochter um finanzielle Hilfe. Laut Polizei machte die Tochter die 63-Jährige dann auf den Betrug aufmerksam. Erst so sei der Rheinenserin bewusst geworden, dass sie auf die Betrugsmasche "Love-Scamming" hereingefallen war. Die 63-Jährige hat Anzeige erstattet. Jetzt laufen die polizeilichen Ermittlungen.

Tipps der Polizei 

Die Polizei ruft hinsichtlich der zahlreichen Betrugsmaschen im Internet zu Vorsicht auf. Virtuelle Kontakte sollten zunächst misstrauisch behandelt werden. Personaldaten oder Bankverbindungen müsse man stets geheimhalten. Auch Geldbeträge sollten nicht überwiesen werden, selbst wenn die fremde Person eine Notlage vortäusche. E-Mail- oder Chatverläufe sollten bei Betrugsverdacht zudem als Beweismittel gesichert werden, so die Polizei Steinfurt. 

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