Die große Flaute

Auch im Münsterland werden immer weniger Windräder gebaut

Münsterland

Der Windenergie-Branche geht die Puste aus. Immer weniger neue Anlagen werden gebaut. Gut so, sagen die Gegner, die auch im Münsterland immer mehr werden. Das verhin­dert aber die Energiewende, betont hinge­gen die Branche. Einen Hauptschuldigen für die Misere haben beide gefunden: die Politik, die entweder den Bau neuer Windräder nicht konsequent verhindert oder eben nicht ausreichend un­terstützt.

Elmar Ries

Die Windenergie-Branche steckt in einer Krise. Es werden kaum noch Windräder gebaut. Foto: Wilfried Gerharz

Über 140 Vorrangzonen für Windräder mit einer Gesamtfläche von 8260 Hektar finden sich im 2015 verabschiedeten Regionalplan für den Regierungsbezirk Münster. Das ist mehr, als das Land damals verlangte. Und künftig vielleicht zu wenig. Weil Schwarz-Gelb 2017 in Düsseldorf Rot-Grün ablöste und der neue Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in diesem Sommer die lang diskutierten 1500-Meter-Abstandsflächen zwischen Wohnbebauung und Windrad in den Landesentwicklungsplan (LEP) einzog. Bislang galten Abstände von 600 bis 800 Metern.

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