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Heinz Vorwerk GmbH als „Stuckateur des Jahres“ ausgezeichnet – 15 000 Euro Preisgeld

„Auf ein starkes Fundament gebaut“

Warendorf

Der Stuckateurbetrieb des Jahres 2020 hat seinen Sitz in Warendorf. Die Heinz Vorwerk GmbH wurde mit dem bundesweit ausgeschriebenen Preis des Bundesverbandes Ausbau und Fassade (BAF) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ausgezeichnet. Neben einer Glasskulptur erhielt Geschäftsführer Frank Vorwerk einen Scheck über 15 000 Euro vom BAF-Vorsitzenden Oliver Heib und Jurymitglied Jörg Ottenmeier.

Von Klaus Münstermann

Freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung (v.l.) Stuckateurmeister Jörg Vorwerk, Geschäftsführer Frank Vorwerk sowie Vater und Firmengründer Heinz Vorwerk. Foto: Klaus Münstermann

Die Preisübergabe wurde wegen der Coronabeschränkungen im Vorjahr nun nachgeholt. Vor 110 geladenen Gästen, Familie, Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern auf dem Firmengelände an der Straße Hellegraben 27 sagte Frank Vorwerk: „Die Auszeichnung ist eine große Ehre für mich und für die Mannschaftsleistung meiner Mitarbeiter. Denn ich bin ja nicht mal Stuckateur.“ Der 51-Jährige ist Diplom-Betriebswirt und hat die alleinige Geschäftsführung des 1977 von Vater Heinz gegründeten Betriebs vor 14 Jahren übernommen. Zu seinen 35 Mitarbeitern zählen fünf Auszubildende und Bruder Jörg. Der 54-Jährige gehört seit 1986 der Belegschaft an und hat 1993 seinen Stuckateur-Meister gemacht.

Das Unternehmen verwirklicht Ideen und Konzepte für Wandoberflächen, Stuckarbeiten, Dämmungen und Raumgestaltungen. Das Motto lautet: „Wir veredeln Architektur.“ Darauf bezogen, sagte Oliver Heib in seiner Laudatio: „Vorwerk versteht sich auf den feinen Unterschied zwischen außen und innen, zwischen Neubau und Denkmalpflege, zwischen Handwerk und Gestaltung. Jede Fassade ist anders und will entsprechend behandelt werden.“ Die Stuckateure von Vorwerk seien darauf spezialisiert, vorhandene Bausubstanz zu ergründen oder Neues konsequent, Schicht für Schicht optimal aufzubauen. Traditionelle Techniken kämen neben innovativen Verfahren zum Einsatz.

„Heinz Vorwerk hat den Generationswechsel mit Bravour vollzogen“

Zu den Gratulanten zählten Landrat Dr. Olaf Gericke, die erste stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, Petra Michalczak-Hülsmann (Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis) und Torsten Krumme (Wirtschaftsförderung der Stadt). „Das ist ein toller Erfolg für ein mittelständisches Unternehmen in unserem Kreis“, sagte Gericke. „Im Namen des Bürgermeisters, des Stadtrats und der Stadtverwaltung darf ich Ihnen ausrichten: Wir sind stolz auf Sie und froh, so einen Repräsentanten in unserer Region zu haben.“ An den Firmengründer gerichtet, hob Kaiser hervor: „Heinz Vorwerk hat den Generationswechsel vor Jahren mit Bravour vollzogen und in seinem Sohn Frank einen würdigen Nachfolger innerhalb der Familie gefunden.“

Heinz Vorwerk (79) freute sich im Kreise seiner Familie auch über die Worte eines ehemaligen Mitarbeiters, die er als sehr passend empfunden hat: „Wir haben damals ein starkes Fundament gebaut. Und auf so ein starkes Fundament lässt sich auch etwas Starkes aufbauen.“

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