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Widerstand der Anrainer-Kommunen

Bundesstraße 51/64n: Ausbau vor dem Aus?

Kreis Warendorf

Rund 50 Jahre wird um den Ausbau der B 51/64 n gestritten. Seit 2016 stehen im Bundesverkehrswegeplan Umgehungsstraßen für Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz und ein vierspuriger Ausbau zwischen Münster-Handorf und Telgte. Doch inzwischen ist es denkbar, dass der Ausbau ausfällt.

Von Beate Kopmann und Stefan Werding

Möglicherweise wird der seit Jahren geplante Ausbau der B51/64n bald Geschichte sein. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Kommunen entlang der Strecke wollen den Ausbau nicht mehr. Ihre Gründe: Kosten, Klimawandel und die erwartete Entwicklung des Verkehrs. Als erster CDU-Vertreter hat der Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier eingeräumt, dass er „die Gesamtmaßnahme für nicht umsetzbar“ hält. Die Räte entlang der Strecke haben gegen den Ausbau gestimmt: Beelen (2017), Telgte und Münster (beide 2020) sowie Warendorf und Ostbevern (beide 2021). Die Stadt Münster hat eine Studie in Auftrag gegeben, die analysieren soll, ob der vierstreifige Ausbau der B51 noch erforderlich ist. Selbst Mitglieder von CDU und FDP, die sich über Jahrzehnte für die Ausbaupläne stark gemacht hatten, votierten zuletzt dagegen. Die B 51/64n könnte damit bundesweit eine der ersten Straßen werden, die nicht mehr gebaut wird, weil die benachbarten Kommunen sie nicht mehr wollen.

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